Markus
Kapitel 7, Vers 24–30
DER UNERSCHÜTTERLICHE GLAUBE
24Jesus brach von dort auf und ging mit seinen Jüngern in die Gegend von Tyrus. Dort zog er sich in ein Haus zurück, denn er wollte unerkannt bleiben. Aber es sprach sich schnell herum, dass er gekommen war. 25Davon hatte auch eine Frau gehört, deren Tochter von einem bösen Geist beherrscht wurde. Sie kam zu Jesus, warf sich ihm zu Füßen 26und bat ihn, den Dämon aus ihrer Tochter auszutreiben. Die Frau war keine Jüdin, sondern eine Syrophönizierin. 27Jesus antwortete ihr: »Zuerst müssen die Kinder versorgt werden, die Israeliten. Es ist nicht richtig, den Kindern das Brot wegzunehmen und es den Hunden hinzuwerfen.« 28»Ja, Herr«, erwiderte die Frau, »und doch bekommen die Hunde die Krümel, die den Kindern vom Tisch fallen.« 29»Damit hast du recht«, antwortete Jesus, »du kannst nach Hause gehen! Ich will deiner Tochter helfen. Der Dämon hat sie bereits verlassen.« 30Und tatsächlich: Als die Frau nach Hause kam, lag ihre Tochter friedlich im Bett. Der Dämon hatte keine Macht mehr über sie.
© Biblica, Inc.
Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.
“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.
Weitere Infos →Um den Bibeltext für heute zu verstehen, ist es wichtig, den Heilsplan Gottes mit dieser Welt genauer anzuschauen. Der versprochene Retter, in Jesus Christus dann auf diese Welt gekommen, war eigentlich nur dem Volk Israel verheißen. Gott hatte Israel bereits zur Zeit des Alten Testaments für sich berufen und von den anderen Völkern ausgesondert. Er liebte Israel ganz besonders und war ihr Gott. Und doch hatte das Volk Israel seinen Gott immer wieder verworfen. Genau deshalb ließ Gott dann zu, dass auch Menschen aus nicht-israelitischen Völkern durch Jesus erlöst werden können. (Mehr dazu kannst du in Römer 11 nachlesen.) So lässt sich das Gespräch zwischen Jesus und der nicht-israelitischen Frau deutlich besser verstehen: Sie wies Jesus darauf hin, dass nun auch sie zu den Erlösten gehören konnte.
Natürlich brauchte Jesus eine solche Erinnerung nicht! Vielmehr zeigen die Worte der Frau ihren unzerstörbaren Glauben. Die Chancen, dass Jesus ihre Tochter tatsächlich heilen würde, sahen zunächst gar nicht so gut aus, und doch wusste sie, welche Versprechen Gott den Menschen gegeben hatte, und stellte sich auf diese. Sie wusste: "Doch, auch wenn alles dagegen spricht, Jesus kann meine Tochter heilen!" Und das tat er auch. Gib auch du die Hoffnung nicht auf. Ich weiß, es ist manchmal schwer. Aber gib Gott die Ehre dadurch, dass du dennoch an Heilung glaubst!