2. Mose
Kapitel 2, Vers 16–25
GOTT HAT ISRAEL NICHT VERGESSEN
16In Midian gab es einen Priester, der sieben Töchter hatte. Sie hüteten seine Schafe und Ziegen und kamen gerade zum Brunnen, um Wasser zu schöpfen. Als sie die Tränkrinnen für die Tiere gefüllt hatten, 17kamen andere Hirten und drängten die Mädchen weg. Da stand Mose auf und nahm die Mädchen in Schutz. Anschließend packte er beim Tränken der Herde mit an. 18Als die Töchter wieder nach Hause zu ihrem Vater Reguël kamen, fragte er erstaunt: »Warum kommt ihr heute schon so früh zurück?« 19Sie erzählten: »Ein Ägypter hat uns gegen die anderen Hirten verteidigt. Er half uns sogar, Wasser zu schöpfen und die Tränkrinnen zu füllen.« 20»Wo ist er denn?«, fragte Reguël. »Warum habt ihr ihn nicht mitgebracht? Bittet ihn, hereinzukommen und mit uns zu essen!« 21So kam Mose zu Reguël. Der lud ihn ein, bei ihnen zu bleiben, und Mose willigte ein. Reguël gab ihm seine Tochter Zippora zur Frau. 22Sie brachte einen Sohn zur Welt. Bei seiner Geburt sagte Mose: »Er soll Gerschom (›ein Fremder dort‹) heißen, weil ich als Fremder in einem Land leben muss, das nicht meine Heimat ist.« 23Viele Jahre später starb der König von Ägypten. Aber die Israeliten stöhnten weiter unter der Zwangsarbeit und schrien verzweifelt um Hilfe. Gott war das alles nicht entgangen. 24Er hörte ihr Klagen und dachte an den Bund, den er einst mit Abraham, Isaak und Jakob geschlossen hatte. 25Ja, Gott hatte die Israeliten nicht vergessen; er wusste, was zu tun war.
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Weitere Infos →Da ist diese große Ungerechtigkeit, die dem Volk Israel in Ägypten widerfuhr: Es lebte in Zwangsarbeit. Es wurde wie Sklaven behandelt, einfach weil der Pharao die "Fremden" in seinem Land unterdrücken wollte und Bedenken hatte, dass aus ihnen ein zu großes Volk werden könnte, das seine Macht angreifen könnte. Gleichzeitig wird in der biblischen Erzählung der Fokus auf einen ganz bestimmten Mann gelegt, mit Namen Mose. Wie mit einer Lupe erhalten wir Einblick dorthinein, wie sein Leben verlief. Wie er nun eine Familie gefunden hatte und eine Frau an seiner Seite wusste, die ihm einen Sohn schenkte.
Weshalb? Weil dieser Mose eine entscheidende Rolle in der Befreiungsgeschichte spielen würde, die Gott mit seinem unterdrückten Volk schreiben würde. Diese Verse sagen alles: "Gott war das alles nicht entgangen. Er hörte ihr Klagen und dachte an den Bund, den er einst mit Abraham, Isaak und Jakob geschlossen hatte. Ja, Gott hatte die Israeliten nicht vergessen; er wusste, was zu tun war." [23-25]
Was für eine Ermutigung! Gott vergisst nichts. Als sein geliebtes Kind lebst du ebenso unter diesem Schutz Gottes, den er auch so eindrucksvoll an seinem geliebten Volk zeigt. Du bist als Gläubiger an Jesus Christus Teil von diesem weltweiten Volk Gottes (vgl. Römer 11). Gott sieht also auch jede deiner Lebenssituationen! Er vergisst nichts und weiß bereits jetzt, wie er dir in deiner Lage helfen wird.