1. Samuel
Kapitel 7, Vers 7–17
Wieder dem Herrn dienen
7Die Philister erfuhren, dass sich die Israeliten in Mizpa versammelt hatten. Ihre fünf Fürsten riefen schnell das ganze Heer zusammen und rückten gegen Israel aus. Als die Israeliten in Mizpa davon hörten, packte sie die Angst. 8»Bete doch, Samuel!«, baten sie eindringlich. »Hör nicht auf, den HERRN, unseren Gott, anzuflehen und ihn zu bitten, dass er uns vor den Philistern rettet!« 9Da nahm Samuel ein Lamm und verbrannte es vollständig als Opfer für den HERRN. Dabei rief er zu ihm um Hilfe für Israel, und der HERR erhörte sein Gebet. 10Während Samuel das Opfer darbrachte, waren die Philister schon nahe an Israel herangerückt und wollten den Kampf beginnen. Doch plötzlich versetzte der HERR die Philister mit einem lauten Donner in Angst und Schrecken. Und so schlugen die Israeliten sie in die Flucht 11und verfolgten sie von Mizpa bis hinter Bet-Kar. Die Philister erlitten eine große Niederlage. 12Nach diesem Sieg stellte Samuel zwischen Mizpa und Schen einen großen Stein als Denkmal auf. »Bis hierher hat der HERR geholfen!«, sagte er und nannte den Stein Eben-Eser (»Stein der Hilfe«). 13Nachdem die Philister so gedemütigt worden waren, fielen sie nicht mehr ins Gebiet der Israeliten ein. Der HERR hielt sie davon ab, solange Samuel lebte. 14Die Israeliten eroberten alle Städte zurück, die die Philister ihnen abgenommen hatten, von Ekron bis Gat samt den umliegenden Gebieten. Auch mit den Amoritern lebte Israel zu dieser Zeit in Frieden. 15Samuel war sein ganzes Leben lang Israels Führer und Richter. 16Jedes Jahr besuchte er der Reihe nach die Orte Bethel, Gilgal und Mizpa und kümmerte sich dort um die Angelegenheiten der Israeliten. 17Dann kehrte er wieder in seine Heimatstadt Rama zurück, von wo aus er sonst sein Richteramt ausübte. Dort hatte er auch einen Altar gebaut, um dem HERRN Opfer darzubringen.
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Weitere Infos →Die Israeliten befanden sich weiterhin im Konflikt mit den benachbarten Philistern. Nachdem das Volk im letzten Abschnitt auf Samuels Anregung hin Buße getan und die Bereitschaft gezeigt hatte, allein dem Herrn zu dienen, spitzte sich die politische Lage nun wieder bedrohlich zu. Die Philister hatten gehört, dass die Israeliten gerade dabei waren, die Nähe Gottes zu suchen. Verständlich, dass sie dachten: "Ein guter Zeitpunkt, um anzugreifen. Sie sind abgelenkt."
Ich würde sagen: "Falsch gedacht!"
Samuel bat den Herrn um Hilfe, und der Herr erhörte sein Gebet. Ein großes Unwetter brach über die Philister herein und sorgte für viel Chaos, sodass es für die Israeliten ein Leichtes war, die Philister zurückzudrängen.
Lass uns an dieser Stelle etwas persönlicher werden. Hast du in deinem Alltag Zeit, Gott zu suchen? Ist es vielleicht so, dass du Angst vor dem Innehalten hast, weil du sonst deine Aufgaben vielleicht nicht erledigen kannst? Ich glaube, das kennt jeder von uns, doch der Bibeltext macht eines ganz deutlich: Wer Gott sucht, für den sucht Gott selbst eine Lösung. Die Zeit, die wir mit unserem Herrn verbringen, sollte niemals unpassend sein. Vielmehr bringt sie Ruhe im Chaos, Klarheit im Dunkeln und Lösungen bei großen Problemen.
Am Ende der Bibelstelle heißt es, dass die Israeliten eine Zeit lang in Frieden leben konnten. Ein schönes Bild, auch für unseren stressigen Alltag: Frieden und Ruhe.