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Impuls

Gott, wo bist du gerade?

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Hoffnung

Matthäus

Kapitel 14, Vers 1–​13

Der Mord an Johannes dem Täufer

1Zu der Zeit hörte auch Herodes, der Herrscher über Galiläa, von Jesus und seinen Taten. 2Da sagte er zu seinen Dienern: »Das muss Johannes der Täufer sein. Er ist von den Toten auferstanden! Deshalb kann er solche Wunder tun.« 3Herodes hatte Johannes nämlich verhaften, fesseln und ins Gefängnis werfen lassen. Der Grund dafür war, dass der König die Frau seines eigenen Bruders Philippus geheiratet hatte; sie hieß Herodias. 4Daraufhin hatte Johannes ihm vorgehalten: »Es ist nicht richtig, dass du die Frau deines Bruders geheiratet hast!« 5Herodes hätte Johannes am liebsten umbringen lassen; aber er wagte es nicht, weil er sich vor den vielen Menschen fürchtete, die in Johannes einen Propheten sahen. 6Als nun Herodes Geburtstag feierte, tanzte die Tochter von Herodias vor den Gästen. Herodes war so begeistert, 7dass er ihr mit einem Schwur versprach: »Bitte mich, um was du willst; ich will es dir geben!« 8Von ihrer Mutter angestiftet, bat sie den König: »Dann lass mir sofort den Kopf von Johannes dem Täufer auf einem Teller herbringen.« 9Der König war bestürzt. Aber weil er sein Versprechen gegeben hatte – noch dazu vor allen Gästen –, willigte er ein und befahl, 10Johannes im Gefängnis zu enthaupten. 11Man brachte den Kopf auf einem Teller, überreichte ihn dem Mädchen, und die gab ihn ihrer Mutter. 12Die Jünger von Johannes holten seinen Leichnam und bestatteten ihn. Danach gingen sie zu Jesus und berichteten ihm, was geschehen war. 13Als Jesus das hörte, fuhr er mit einem Boot in eine entlegene Gegend. Er wollte allein sein. Aber die Leute aus den umliegenden Orten merkten, wohin er gehen wollte, und folgten ihm in Scharen auf dem Landweg.

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Die Willkür des Lebens lässt einen manchmal fragend zurück: "Gott, wo bist du gerade?"

Diese Frage hatten sich Johannes und seine Jünger sicherlich oft gestellt. Vielleicht beteten die Jünger inständig für seine Freilassung. Letztendlich mussten sie ihn doch voller Schmerz begraben.

Sah so wirklich Gottes Plan aus? Gab es überhaupt einen Plan? Hatte Gott noch die Kontrolle? Ist Gott überhaupt da? Existiert er wirklich?

Das sind Gedankenketten, die viele von uns kennen. Weshalb tat Gott nichts, um das Unrecht zu stoppen? Johannes hatte sich doch sogar für das Recht eingesetzt! Selbst Jesus, der vermutlich wusste, was passieren würde, brauchte eine Auszeit.

Vielleicht befindest du dich auch in einer Situation, in der du Gott fragst, wo er gerade ist. Der Abschnitt von heute gibt keine einfache Antwort, sondern lässt das Leid und den Schmerz stehen. Die Ungerechtigkeit des Lebens.

Viele von uns würden sich einen Gott wünschen, der sich stärker einmischt, mehr Böses verhindert und bewusster steuert. Doch am Ende tut Gott oft genau das nicht.

Ich wünsche uns dennoch, dass wir uns in unserem Schmerz nicht isolieren, sondern so zu Gott kommen, wie die Jünger des Johannes zu Jesus kamen. Mit all unseren Fragen, mit unserer Last, mit allem, was uns vielleicht sogar von Gott wegziehen möchte.

Möge Gott in der Willkür des Lebens dein innerer Halt sein.