2. Mose
Kapitel 10, Vers 1–11
DAS
8. STRAFGERICHT 1Der HERR befahl Mose: »Geh zum Pharao! Ich habe dafür gesorgt, dass er und seine Hofbeamten unnachgiebig bleiben. Denn ich will mitten unter ihnen Zeichen und Wunder vollbringen, 2damit ihr euren Kindern und Enkeln erzählen könnt, wie ich die Ägypter zur Schau gestellt und große Dinge unter ihnen getan habe. So werdet ihr erkennen, dass ich der HERR bin!« 3Mose und Aaron gingen wieder zum Pharao und sagten: »So spricht der HERR, der Gott der Hebräer: Wie lange weigerst du dich noch, dich mir zu unterwerfen? Lass mein Volk ziehen, es soll mir dienen! 4Sonst sorge ich dafür, dass morgen Heuschreckenschwärme über dein Land herfallen. 5Dann wird man vor lauter Heuschrecken den Boden nicht mehr sehen! Sie werden alles kahl fressen, was den Hagel überstanden hat, auch die Bäume. 6Sie dringen in deinen Palast ein, in die Häuser deiner Hofbeamten und in alle anderen Häuser in Ägypten. Diese Heuschreckenplage wird die schlimmste sein, die ihr Ägypter je erlebt habt, seit ihr in diesem Land wohnt!« Mose drehte sich um und verließ den Palast. 7Da drängten die Hofbeamten den Pharao: »Wie lange soll uns dieser Mann noch Schaden zufügen? Lass die Leute doch gehen und dem HERRN, ihrem Gott, dienen! Merkst du denn immer noch nicht, dass unser Land Ägypten zugrunde geht?« 8Der Pharao ließ Mose und Aaron zurückholen und sagte: »Zieht los und opfert dem HERRN, eurem Gott! Wer von euch soll denn mitgehen?« 9Mose antwortete: »Wir wollen mit Jung und Alt losziehen, mit unseren Söhnen und Töchtern, und auch unsere Schaf-, Ziegen- und Rinderherden nehmen wir mit. Schließlich wollen wir gemeinsam ein Fest zu Ehren des HERRN feiern!« 10Da spottete der Pharao: »O ja, geht nur mit dem Segen des HERRN! Ich werde euch aber niemals mit euren Familien ziehen lassen. Es ist offensichtlich, dass ihr Böses im Schilde führt! 11Nein, nur ihr Männer dürft das Land verlassen, um dem HERRN, eurem Gott, zu opfern. Das ist es doch, was ihr wollt!« Darauf ließ der König Mose und Aaron hinauswerfen.
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Weitere Infos →Der Pharao versuchte nun, Gott zu beschwichtigen. Er musste einsehen, dass der Gott Israels seinem Land schlimmen Schaden durch die immer wiederkehrenden Plagen zufügen würde, wenn er sich nicht seinem Willen beugte. Deshalb, meinte er, würde es doch reichen, wenn ein paar Leute ziehen würden, um dem Gott Israels Opfer zu bringen. Doch das war nicht, was Gott wirklich wollte: Gott wollte die Freiheit von der ägyptischen Sklaverei für das gesamte Volk Israel haben. Auf solch einen "Deal" mit dem Pharao würde sich Gott also nicht einlassen.
Kann es sein, dass wir auch manchmal probieren, Gott auf eigene Art und Weise zu beschwichtigen? Wir wissen eigentlich, was Gott von uns möchte, gehen aber nur den halben Weg. Natürlich ist uns durch Jesus Christus vergeben und wir sind und bleiben Gottes Kinder und erlöst durch unsere Glaubensentscheidung für ihn (vgl. Johannes 3:16; Römer 8). Dennoch wird uns wohl immer ein bestimmter Segen Gottes entgehen, wenn wir nur "halblang" handeln und uns nicht dem Willen Gottes für unser Leben hingeben! Voller Gehorsam gegenüber Gottes guten Geboten für unser Leben wird uns reiche Früchte bringen (vgl. Galater 5). Lass uns nicht versuchen, Gott mit halbherzigem Handeln zu beschwichtigen, sondern uns darauf einlassen, uns vollends von ihm verändern zu lassen.