STAYONFIRE

Impuls

Heute tun, was morgen zählt

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Berufung

1. Mose

Kapitel 41, Vers 47–​57

DIE REGIERUNGSMASSNAHMEN JOSEFS

47Die folgenden sieben Jahre brachten dem Land überreiche Ernten. 48Josef verlangte, dass das überflüssige Getreide abgegeben und in den Städten gesammelt wurde. In jede Stadt ließ er den Ertrag der sie umgebenden Felder bringen. 49Die Getreideberge waren nicht mehr zu wiegen – ja, nicht einmal mehr schätzen konnte man die riesigen Mengen! 50In den Jahren vor der Hungersnot bekamen Josef und Asenat, die Tochter eines ägyptischen Priesters, zwei Söhne. 51»Gott hat mich mein Elternhaus und meine Sorgen vergessen lassen!«, rief Josef und nannte den erstgeborenen Jungen Manasse (»der vergessen lässt«). 52Den zweiten nannte er Ephraim (»fruchtbar«), denn er sagte: »Gott hat mir im Land meines Elends ein Leben voller Frucht und Segen geschenkt!« 53Nach den sieben fruchtbaren Jahren 54begann die Hungersnot – wie Josef es vorausgesagt hatte. Alle Länder ringsum waren betroffen, nur Ägypten besaß genug Vorräte. 55Doch auch hier hungerten die Menschen und flehten den Pharao um Brot an. »Wendet euch an Josef«, antwortete er ihnen, »und tut, was er euch sagt!« 56-57Als die Hungersnot immer drückender wurde, öffnete Josef die Kornspeicher und verkaufte Getreide an die Ägypter und die vielen anderen Menschen, die aus aller Welt herbeiströmten.

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Es ist eine Sache, Gott zu hören, doch es ist eine ganz andere, auch dementsprechend zu handeln. Wie Gott es durch Josef vorausgesagt hatte, so geschah es auch. Dem Land standen sieben Jahre mit überreichen Ernten bevor. Wahrscheinlich konnte sich zu dieser Zeit niemand vorstellen, wie es sein würde, im Mangel zu leben. Josef war jedoch bedacht, heute das zu tun, was morgen zählen würde. Alles überschüssige Getreide sollte nicht verschwendet, sondern für die anschließenden sieben Mangeljahre gespeichert werden.

Das klingt logisch und nachvollziehbar. Doch wären auch wir so konsequent gewesen? Schließlich hätte man das Getreide auch für weitere Geschäfte und Investitionen verwenden können, um noch mehr Geld in den ersten sieben Jahren zu machen. Aber nein, Josef hatte das ganze Bild vor Augen.

Diese Geschichte kann uns eine Menge lehren. Das Zusammenspiel von Gottes Reden und unserer Verantwortung. Das kluge und weise Haushalten in ungewissen Zeiten. Und so viel mehr: Disziplin. Konsequenz. Weitsicht. Doch auch die Fähigkeit, Menschen ein Bild zu kommunizieren, das in der Wirklichkeit noch gar nicht zu sehen ist. Die ganze Geschichte um Josef ist solch eine Schatzkiste voller Inspiration und Ermutigung. Ich freue mich einfach, dass wir sie gemeinsam als STAYONFIRE Community Abschnitt für Abschnitt entdecken dürfen.