Esra
Kapitel 10, Vers 12–17
Die Gebote Gottes befolgen
12Alle Versammelten riefen: »Du hast recht! Was du uns gesagt hast, müssen wir tun! 13Aber wir sind zu viele, außerdem ist Regenzeit. Wir können nicht im Freien bleiben. Die Angelegenheit lässt sich auch nicht in ein oder zwei Tagen regeln. Zu viele sind davon betroffen. 14Die Oberhäupter unseres Volkes sollen hierbleiben und die ganze Versammlung vertreten. Alle, die heidnische Frauen geheiratet haben, sollen an einem bestimmten Tag mit den führenden Männern und Richtern ihres Ortes vor ihnen erscheinen. Erst wenn wir alles in Ordnung gebracht haben, wird Gott seinen glühenden Zorn wieder von uns abwenden.« 15Alle waren einverstanden, bis auf Jonatan, der Sohn von Asaël, und Jachseja, der Sohn von Tikwa. Sie wurden von Meschullam und dem Leviten Schabbetai unterstützt. 16Doch die Israeliten setzten ihren Beschluss in die Tat um. 17 Der Priester Esra wählte einige Sippenoberhäupter aus, die alle Fälle untersuchen sollten, in denen jüdische Männer nichtjüdische Frauen geheiratet hatten. Am 1. Tag des 10. Monats begannen sie damit, und am 1. Tag des 1. Monats waren sie fertig.
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Weitere Infos →Weshalb war es den Israeliten nicht erlaubt, heidnische – also nichtjüdische – Frauen zu heiraten? Die Antwort lässt sich nur finden, wenn wir tiefer in den Kontext des Alten Testaments schauen. Gott hatte seinem Volk hierin immer wieder aufgetragen, "heilig" zu bleiben, denn er war und ist heilig. Die Gefahr bei einer Heirat mit einer Person, die nicht jüdisch war und damit damals an einen anderen Gott als den der Israeliten glaubte oder auch andere Götter und Götzen anbetete, war zu groß. Die Heirat mit einer heidnischen Person stand damals gleich mit der Gefahr und auch dem Zustand, nicht mehr "heilig" vor Gott sein zu können, da dieser andere Einfluss leicht zur Sünde führen konnte.
So weit zum Kontext. Schauen wir genauer in die Bibelstelle für heute, finden wir eine Sache, die wir sehr gut in unsere heutige Zeit übertragen können: Die Hingabe, mit der die Israeliten hier von Herzen alles daran setzten, ihre Taten vor Gott zu bereinigen!
Tun wir das ebenso? Oder leben wir nur in der Erwartung, dass Gott uns als seine geliebten Kinder ja sowieso alles vergeben wird? Ja, allein der Glaube an Jesus errettet und NICHT die eigenen Werke. Dennoch ist es wichtig zu betonen, dass Gott sich einen veränderten Lebensstil von uns wünscht und uns durch seinen Heiligen Geist alle Kraft gibt, diesen auch umzusetzen (vgl. Römer 8).