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Impuls

Ismael muss weg!

Lucas Pöpelvon Lucas Pöpel
Berufung

1. Mose

Kapitel 21, Vers 9–​21

HAGAR UND ISMAEL GEHEN

9Sara bemerkte, wie Ismael – der Sohn von Abraham und der Ägypterin Hagar – sich über Isaak lustig machte. 10Darüber wurde sie sehr zornig und bedrängte Abraham: »Jage diese Sklavin und ihren Sohn fort! Ich will nicht, dass mein Sohn Isaak mit ihm das Erbe teilen muss!« 11Abraham war damit gar nicht einverstanden, denn schließlich war auch Ismael sein Sohn. 12Aber Gott sagte zu ihm: »Sträube dich nicht dagegen, den Jungen und die Sklavin wegzuschicken! Tu alles, was Sara von dir fordert, denn nur die Nachkommen deines Sohnes Isaak werden das auserwählte Volk sein! 13Aber auch Ismaels Nachkommen werde ich zu einem großen Volk machen, weil er von dir abstammt!« 14Am nächsten Morgen stand Abraham früh auf. Er holte etwas zu essen und einen Ledersack voll Wasser, hängte Hagar alles über die Schulter und schickte sie mit ihrem Sohn weg. Hagar irrte ziellos in der Wüste von Beerscheba umher. 15Bald ging ihnen das Wasser aus. Da ließ sie den Jungen unter einem Strauch zurück 16und setzte sich etwa hundert Meter davon entfernt auf die Erde. »Ich kann nicht mit ansehen, wie mein Kind stirbt!«, weinte sie. 17Aber Gott hörte den Jungen schreien. Der Engel Gottes rief Hagar vom Himmel herab zu: »Warum weinst du, Hagar? Hab keine Angst – Gott hat das Schreien des Jungen dort unter dem Strauch gehört! 18Geh zu ihm und hilf ihm auf, denn aus seinen Nachkommen will ich ein großes Volk machen!« 19Dann ließ Gott sie einen Brunnen sehen. Sie füllte ihren Ledersack mit Wasser und gab ihrem Sohn zu trinken. 20-21Gott kümmerte sich auch weiterhin um Ismael. Er wuchs heran und wurde ein Bogenschütze. Er lebte in der Wüste Paran, und seine Mutter gab ihm eine Ägypterin zur Frau.

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Sara hatte endlich einen eigenen Sohn geboren. Die Verheißung Gottes war erfüllt. Man könnte meinen, dass jetzt endlich alles gut würde. Doch das nächste Problem bahnte sich schon an: Der Sohn von Hagar muss weg. Isaak allein ist der wahre Erbe und Nachkomme Abrahams. Ismael muss weg! Abraham gefällt das nicht, aber Gott ist tatsächlich auf Saras Seite.

Es stimmt, Isaak sollte die Segenslinie Abrahams weiterführen und nicht Ismael. Daraufhin schickte Abraham seinen Sohn mit Hagar weg. Ihnen ging schnell das Essen und Trinken aus. Hagar war verzweifelt und wartete schon auf den grauenvollen Tod ihres Sohnes. Inmitten des Leids erwies sich der Gott Abrahams auch dem Sohn treu, der "nur" von der Magd geboren wurde. Gott hörte auf die Stimme des Jungen, sorgte für ihr Wohlbefinden und segnete die beiden.

Für uns erscheint diese Geschichte nicht so nachvollziehbar. Man kann doch nicht einfach eine Mutter mit ihrem Sohn in die Wüste schicken und verhungern lassen? Durch diesen Blick übersehen wir jedoch schnell den Gehalt des Abschnitts. Genau hier können wir erkennen, wie sich die Linie des "Nachkommens der Frau" aus 1. Mose 3:15 durch das ganze Buch zieht. Gott führte seine verheißungsvolle Geschichte der noch kommenden Rettung mit den Nachkommen Isaaks weiter. Mit Isaak und sonst keinem.