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Impuls

Ist Freiheit Möglich?

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Berufung

Römer

Kapitel 6, Vers 1–​14

DAS NEUE LEBEN

1Was bedeutet das nun für uns? Sollen wir etwa weiter sündigen, damit Gott Gelegenheit hat, uns seine Gnade in ihrer ganzen Größe zu zeigen? 2Natürlich nicht! Als Christen sind wir für die Sünde tot. Wie könnten wir da noch länger mit ihr leben? 3Ihr wisst doch, was bei der Taufe geschehen ist: Wir sind auf den Namen von Jesus Christus getauft worden und haben damit auch Anteil an seinem Tod. 4Durch die Taufe sind wir also mit Christus gestorben und begraben. Und wie Christus durch die Herrlichkeit und Macht seines Vaters von den Toten auferweckt wurde, so haben auch wir ein neues Leben empfangen und sollen nun so handeln, wie es diesem neuen Leben entspricht. 5Denn wie wir seinen Tod mit ihm geteilt haben, so haben wir auch Anteil an seiner Auferstehung. 6Letztlich geht es doch darum: Unser früheres Leben endete mit Christus am Kreuz. Unser von der Sünde beherrschtes Wesen ist damit vernichtet, und wir müssen nicht länger der Sünde dienen. 7Denn wer gestorben ist, kann nicht mehr von der Sünde beherrscht werden. 8Sind wir aber mit Christus gestorben, dann werden wir auch mit ihm leben – davon sind wir überzeugt. 9Wir wissen ja, dass Christus von den Toten auferweckt worden ist und nie wieder sterben wird. Der Tod hat keine Macht mehr über ihn. 10Mit seinem Tod hat Christus ein für alle Mal beglichen, was die Sünde fordern konnte. Jetzt aber lebt er, und er lebt für Gott. 11Das gilt genauso für euch, und daran müsst ihr festhalten: Ihr seid tot für die Sünde und lebt nun für Gott, der euch durch Jesus Christus das neue Leben gegeben hat. 12Achtet darauf, dass euer vergänglicher Körper nicht von der Sünde beherrscht wird und ihr seinen Begierden nicht nachgebt. 13Nichts, keinen einzigen Teil eures Körpers, sollt ihr der Sünde als Werkzeug für das Unrecht zur Verfügung stellen. Dient vielmehr Gott mit allem, was ihr seid und habt. Als Menschen, die ohne Christus tot waren, aber durch ihn neues Leben bekommen haben, sollt ihr jetzt Werkzeuge in Gottes Hand sein, damit er euch für seine Ziele einsetzen kann. 14Die Sünde hat ihre Macht über euch verloren. Denn ihr seid nicht länger an das Gesetz gebunden, sondern ihr lebt von der Gnade Gottes.

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Wenn wir doch solch einen gnädigen Gott haben, ist es nicht ein Freifahrtschein, einfach in Sünde weiterzuleben und sich der Versöhnung Gottes sicher zu sein, ja, sich sogar auf ihr auszuruhen? NEIN! Und nochmals NEIN! Für Paulus ist das absolut keine Option, denn er kennt die schweren Auswirkungen von Sünde: Ich kann kein Werkzeug mehr für Gott sein. „Nichts, keinen einzigen Teil eures Körpers, sollt ihr der Sünde als Werkzeug für das Unrecht zur Verfügung stellen. Dient vielmehr Gott mit allem, was ihr seid und habt. Als Menschen, die ohne Christus tot waren, aber durch ihn neues Leben bekommen haben, sollt ihr jetzt Werkzeuge in Gottes Hand sein, damit er euch für seine Ziele einsetzen kann.“ (Vers 13)

Wenn ich glaube, die Sünde würde meinem Leben gut tun, dann habe ich eine Sache nicht verstanden: Gottes Wege tun meinem Leben gut! Wenn ich in meiner Sünde einfach weiter verweilen will, gebe ich damit zu: „Ich vertraue Gott nicht. Eigentlich brauche ich Gott für mein Leben nicht.“ Wenn ich jedoch in Sünde verstrickt bin, Süchte nicht loswerde, obwohl ich das will, dann zeigt es: „Ich vertraue Gottes Wegen, aber ich schaff's einfach nicht.“ Diese zweite Einstellung macht Veränderung und Wachstum möglich. Ein Herz, das von Gott im Vertrauen Heilung erwartet, ist auf ihn ausgerichtet und vertraut ihm. Gott erwartet nicht von uns, dass wir auf einmal zu Übermenschen werden, die nicht mehr sündigen. Denn es kommt Gott immer aufs Herz an! Und genau an diesem Punkt stellt sich die Frage: „Will ich noch sündigen?“ Wenn ich diese Frage mit „Nein“ beantworten kann, dann ist mein Herz nicht mehr in Sünde gefangen. Und ich darf mich auf Gottes Kraft verlassen, dass er mir helfen wird, von dieser Sünde auch wirklich frei zu werden, die ich einfach nicht selbst loswerden kann. Denn die Sünde hat ihre Macht verloren. Wir sind nicht länger an das Gesetz gebunden, sondern leben von der Gnade Gottes (vgl. Vers 14).