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Ich Schaff's nicht...

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Identität

Römer

Kapitel 7, Vers 18–​25

DER MENSCH UND DIE SÜNDE

18Ich weiß wohl, dass in mir nichts Gutes wohnt. Zwar habe ich durchaus den Wunsch, das Gute zu tun, aber es fehlt mir die Kraft dazu. 19Ich will eigentlich Gutes tun und tue doch das Schlechte; ich verabscheue das Böse, aber ich tue es dennoch. 20Wenn ich also immer wieder gegen meine Absicht handle, dann ist klar: Nicht ich selbst bin es, der über mich bestimmt, sondern die in mir wohnende Sünde. 21Ich mache also ständig dieselbe Erfahrung: Das Gute will ich tun, aber ich tue unausweichlich das Böse. 22Ich stimme Gottes Gesetz aus tiefster Überzeugung und mit Freude zu. 23Dennoch handle ich nach einem anderen Gesetz, das in mir wohnt. Dieses Gesetz kämpft gegen das, was ich innerlich als richtig erkannt habe, und macht mich zu seinem Gefangenen. Es ist das Gesetz der Sünde, das mein Handeln bestimmt. 24Ich unglückseliger Mensch! Wer wird mich jemals aus dieser tödlichen Gefangenschaft befreien? 25Gott sei Dank! Durch unseren Herrn Jesus Christus bin ich bereits befreit. So befinde ich mich in einem Zwiespalt: Mit meinem Denken und Sehnen folge ich zwar dem Gesetz Gottes, mit meinen Taten aber dem Gesetz der Sünde.

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„Mit meinem Denken und Sehnen folge ich zwar dem Gesetz Gottes, mit meinen Taten aber dem Gesetz der Sünde.“ (Vers 25b). So ergeht es Paulus. Geht's dir ähnlich wie ihm? Du willst endlich von dieser einen Sucht frei werden, von dieser einen Verhaltensweise, von der du weißt, dass sie dir und deinem Leben schadet. Aber es geht einfach nicht. Du weißt, Gott will diese Sünde nicht für dein Leben und du willst seinen Wegen folgen - aber es geht einfach nicht. Du kommst an deine Grenzen. Dann möchte Paulus dir und mir eines zusprechen: „Ich war einer der größten Apostel der Weltgeschichte - und dennoch war ich nicht perfekt.“ Als Christ werden wir nicht auf einmal zu perfekten Menschen! Das wäre ein Trugschluss. Wir werden nicht auf einmal zu Menschen, die den Willen Gottes perfekt TUN. Sondern zu Menschen, die auf Gottes Wegen gehen WOLLEN. Das Wollen führt manchmal zum Tun. Aber manchmal eben auch nicht. Und in diesem Prozess der Lebensveränderung brauchen wir auch immer die Kraft Gottes. Ohne seine Hilfe geht's sowieso nicht.

Du und ich müssen uns nicht selbst verurteilen, uns selbst schlechtreden, weil wir Jesus nachfolgen wollen, aber dennoch scheitern. Wir dürfen scheitern. Wir dürfen versagen. Gott weiß, dass wir Menschen eben nicht perfekt sind. Und deshalb dürfen wir das auch wissen. Und diesen Fakt akzeptieren. Wenn wir scheitern, dann dürfen wir uns in die Liebe Gottes fallen lassen! Und nicht in den Selbsthass. Er will, dass unser Herz auf ihn ausgerichtet ist. Und das ist entscheidend! Das Tun folgt manchmal. Und manchmal eben nicht. Aufs Herz, aufs Motiv hinter unserem Bestreben kommt's an.