Lukas
Kapitel 12, Vers 13–21
DER ARME REICHE
13Da rief einer aus der Menge: »Lehrer, sag doch meinem Bruder, er soll unser Erbe gerecht mit mir teilen.« 14Aber Jesus wies ihn zurück: »Bin ich etwa euer Richter oder euer Vermittler in Erbstreitigkeiten?« 15Dann wandte er sich an alle: »Hütet euch vor der Habgier! Wenn jemand auch noch so viel Geld hat, das Leben kann er sich damit nicht kaufen.« 16An einem Beispiel erklärte er seinen Zuhörern, was er damit meinte: »Ein reicher Gutsbesitzer hatte eine besonders gute Ernte. 17Er überlegte: ›Was soll ich bloß tun? Ich weiß gar nicht, wo ich das alles unterbringen soll. 18Jetzt hab ich eine Idee! Ich werde die alten Scheunen abreißen und neue bauen, so groß, dass ich das ganze Getreide, ja alles, was ich habe, darin unterbringen kann. 19Dann werde ich mir sagen: Du hast es geschafft und für lange Zeit ausgesorgt. Ruh dich aus! Lass es dir gut gehen – iss und trink und genieße dein Leben!‹ 20Aber Gott entgegnete ihm: ›Wie dumm du doch bist! Noch in dieser Nacht wirst du sterben. Wer bekommt dann deinen ganzen Reichtum, den du angehäuft hast?‹« 21Und Jesus schloss mit den Worten: »So wird es allen gehen, die auf der Erde für sich selber Reichtümer anhäufen, aber mit leeren Händen vor Gott stehen.«
© Biblica, Inc.
Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.
“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.
Weitere Infos →Was ist dir wichtig im Leben? Ohne was könntest du nicht leben? Bei dem einen ist es vielleicht das Geld. Bei dem anderen diese eine bestimmte Person. Bei dem wiederum nächsten die Aufmerksamkeit von vielen Menschen. Auch ich hänge meine Identität viel zu häufig an das, was ich habe, anstatt an meine Identität, einfach Gottes Kind sein zu dürfen. Und eine solche Vorgehensweise wird mich auf Dauer zerstören. Das ist leider wirklich so. Immer wenn ich etwas letztendlich über Gott stelle – also z. B., wenn ich sage, dass, wenn Gott mir diese eine Sache nehmen sollte, ich nicht mehr an ihn glauben würde –, dann erschaffe ich mir einen Götzen. Und dieser Götze nimmt unrechtmäßig den Platz in meinem Herzen ein, der eigentlich nur Gott allein zusteht. Das Ende ist dramatisch. Am Ende stehe ich mit leeren Händen da. Denn Gott behält nun mal das letzte Wort. Allein sein Wille geschieht. Er wird mir den Götzen nehmen. Denn Gott duldet keine anderen Götter neben sich!
Noch schlimmer geht es den Menschen am Ende ihres Lebens, die im Leben nie eine Entscheidung für Jesus Christus als Herrn und Retter getroffen haben! Ihr Hab und Gut wird sie nicht retten, nur der Glaube an Jesus Christus hätte das tun können. Doch den haben sie sich nie zu eigen gemacht. Und das wird ihnen zum ewigen Verhängnis ... (vgl. V. 20+21).