Apostelgeschichte
Kapitel 4, Vers 13–22
Niemand kann Gott aufhalten
13Die Mitglieder des Hohen Rates wunderten sich darüber, mit welcher Sicherheit Petrus und Johannes auftraten; wussten sie doch, dass es einfache Leute ohne besondere Bildung waren. Aber sie erkannten die beiden als Jünger von Jesus wieder. 14Sie wussten nicht, was sie den beiden entgegenhalten sollten, denn der Geheilte stand vor ihnen. 15Deshalb ließen sie zunächst einmal die Angeklagten aus dem Sitzungssaal führen und berieten sich: 16»Was sollen wir nur mit diesen Leuten anfangen? Dass durch sie ein Wunder geschehen ist, können wir nicht bestreiten. Die Nachricht davon hat sich bereits in ganz Jerusalem herumgesprochen. 17Damit sich ihre Botschaft unter dem Volk aber nicht noch weiter ausbreitet, sollten wir ihnen streng verbieten, jemals wieder zu predigen und sich dabei auf diesen Jesus zu berufen.« 18Nachdem sie die Apostel wieder in den Sitzungssaal gerufen hatten, verboten sie ihnen nachdrücklich, noch einmal als Lehrer aufzutreten und in der Öffentlichkeit von Jesus zu reden. 19Aber Petrus und Johannes antworteten nur: »Urteilt selbst: Ist es vor Gott recht, euch mehr zu gehorchen als ihm? 20Wir können unmöglich verschweigen, was wir gesehen und gehört haben!« 21Da verwarnte der Hohe Rat die Apostel noch einmal, ließ sie jedoch ohne eine Strafe frei, weil er sonst Unruhe im Volk befürchtete. Denn alle Menschen in Jerusalem lobten Gott für das, was er getan hatte. 22Immerhin war der Mann, an dem dieses Wunder geschah, von Geburt an über vierzig Jahre lang gelähmt gewesen
© Biblica, Inc.
Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.
“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.
Weitere Infos →Der Hohe Rat hatte Angst: "Wieso folgen die Menschen Jesus? Wieso glauben sie ihm und seinen Jüngern Petrus und Johannes?" In allem sahen sie ihre eigene Macht über das jüdische Volk schwinden. Sie selbst konnten diese Wunder, wie die Heilung eines Gelähmten, nicht vollbringen. Die Männer des Hohen Rates pochten auf ihr Wort Gottes, die jüdische Thora, und sie erfanden gern auch angebliche Gebote Gottes dazu, um das Volk noch mehr in religiösen und gesetzlichen Strukturen zu binden und damit von ihnen abhängig zu machen.
Was jedoch durch Jesus und durch die Kraft des Heiligen Geistes in Jesu Aposteln geschah, konnte niemand vergessen, verleugnen oder abstreiten:
"Da verwarnte der Hohe Rat die Apostel noch einmal, ließ sie jedoch ohne eine Strafe frei, weil er sonst Unruhe im Volk befürchtete. Denn alle Menschen in Jerusalem lobten Gott für das, was er getan hatte." [21]
Egal, was Menschen auch vorgeben zu sein, sie können nie Gott sein. Egal, wie viel Macht Menschen auch über andere haben mögen, am Ende hat nur Gott die letztendliche Macht. Wieder mal eine Bibelstelle, die uns genau das zeigen möchte: Gott ist immer, und zwar immer, mächtiger und stärker als jeder Mensch der Welt. Das ist eine Wahrheit, die durchaus befreiend ist. Kein Mensch wird Gott je besiegen können.