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Impuls

Mächtig und treu

Lucas Pöpelvon Lucas Pöpel
Glaubensleben

2. Mose

Kapitel 11, Vers 1–​10

DAS

10. STRAFGERICHT 1Der HERR sprach zu Mose: »Nun werde ich den Pharao und sein Volk noch ein letztes Mal strafen. Danach wird er euch von hier wegziehen lassen, ja, er wird euch regelrecht fortjagen! 2Sag den Israeliten, dass sie sich silberne und goldene Schmuckstücke und Gefäße geben lassen sollen. Jeder Mann soll in den umliegenden Häusern nachfragen, und die Frauen sollen ihre Nachbarinnen darum bitten.« 3Der HERR hatte den Israeliten nämlich großes Ansehen bei den Ägyptern verschafft. Auch Mose war in Ägypten hoch geachtet, bei den Hofbeamten des Pharaos wie bei der Bevölkerung. 4Mose gab bekannt: »So spricht der HERR: ›Um Mitternacht werde ich durch das ganze Land gehen 5und alle erstgeborenen Söhne der Ägypter töten, egal ob arm oder reich. Den Sohn des Pharaos auf dem Königsthron trifft es genauso wie den Sohn einer einfachen Sklavin, die mit der Handmühle Korn mahlt. Auch jedes erstgeborene männliche Tier aus den Herden der Ägypter wird sterben. 6Überall im Land soll man die Menschen klagen und weinen hören, wie es noch nie war und auch nie wieder sein wird. 7Die Israeliten und ihre Tiere aber werden verschont bleiben, nicht einmal ein Hund bellt sie an. Daran kann jeder erkennen, dass ich die Israeliten anders behandle als die Ägypter.‹ 8Wenn der Herr dies tut, werden die ägyptischen Hofbeamten zu mir kommen, vor mir niederfallen und mich anflehen, zusammen mit den Israeliten das Land zu verlassen. Und dann werden wir fortziehen!« Glühend vor Zorn verließ Mose das Haus des Pharaos. 9Der HERR hatte Mose vorgewarnt und gesagt: »Der Pharao wird nicht auf euch hören. Das soll so sein, damit ich in Ägypten viele mächtige Wunder tun kann.« 10Mose und Aaron hatten all diese Wunder vor den Augen des Pharaos vollbracht. Aber der HERR ließ den König hart bleiben, so dass die Israeliten das Land nicht verlassen durften.

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Diese Textpassage beginnt ganz ungewöhnlich. Die ganze Zeit war nicht absehbar gewesen, wie viele Plagen noch kommen würden. Doch jetzt wurde endlich die allerletzte von ihnen angekündigt. Gott trat auf den Plan und schickte nicht mehr Hagel oder Heuschrecken, sondern würde selbst durch die Reihen der Ägypter gehen. Alle Erstgeborenen – der Stolz und das Erbe eines jeden ägyptischen Vaters – würden umgebracht. Es war der finale Schlag Gottes gegen Ägypten. Dadurch wurde unmissverständlich deutlich, dass der Pharao und seine Götter keine Macht vorweisen konnten, die gegen den Gott der Hebräer standhalten könnte. Nach dieser schrecklichen Plage war jedem Ägypter wie Israeliten bewusst, dass es keinen mächtigeren Gott als den Gott Israels gibt.

Es lag also die Befreiung des Volks Israel in der Luft. Gott hatte somit seine Versprechen aus 2. Mose 3 erfüllt. Er war bei seinem Volk geblieben und war ihm die ganze Zeit treu ergeben geblieben (2. Mose 3:12+15). Des Weiteren mussten die Israeliten Ägypten nicht als arme Leute verlassen, sondern beschenkt mit den Reichtümern ihrer Unterdrücker. Auch das hatte Gott Mose schon im Vorhinein zugesagt (2. Mose 3:21-22). Durch die Geschichte der zehn Plagen wird also folgendes Bild vermittelt: Gott steht in absoluter Treue zu seinem Volk und er ist der mächtigste Gott von allen.