2. Mose
Kapitel 12, Vers 21–33
DAS
10. STRAFGERICHT 21Dann rief Mose die Sippenoberhäupter der Israeliten und befahl: »Geht los, sucht euch je nach der Größe eurer Familien eines oder mehrere Lämmer aus und schlachtet sie als Passahopfer! 22Fangt das Blut in einer Schale auf, taucht ein Büschel Ysop hinein und streicht das Blut an den oberen Balken und an die beiden Pfosten eurer Haustüren. Bis zum nächsten Morgen darf niemand von euch sein Haus verlassen! 23Wenn der HERR durchs Land geht, um die Ägypter zu töten, und das Blut an den Pfosten und Balken sieht, wird er an diesen Türen vorübergehen; er wird dem Todesengel nicht erlauben, in eure Häuser einzudringen und euch zu töten. 24Haltet euch für immer an den Brauch dieses Festes; er gilt für euch und alle eure Nachkommen! 25Wenn ihr in das Land kommt, das euch der HERR versprochen hat, sollt ihr auch dort diesen Brauch bewahren. 26Eure Kinder werden euch einst fragen, was dieses Fest bedeutet; 27dann erklärt ihnen: ›Dies ist das Passahopfer, das wir dem HERRN darbringen. Denn als er damals die Ägypter tötete, ging er an unseren Häusern vorüber und verschonte uns.‹« Da warfen sich die Israeliten nieder und beteten Gott an. 28Dann gingen sie nach Hause und bereiteten alles vor, wie der HERR es ihnen durch Mose und Aaron befohlen hatte. 29Um Mitternacht tötete der HERR alle erstgeborenen Söhne der Ägypter, angefangen beim ältesten Sohn des Pharaos auf dem Königsthron bis hin zum ältesten Sohn eines Häftlings im Gefängnis; auch jedes erstgeborene männliche Tier ließ er sterben. 30Der Pharao wachte auf, seine Hofbeamten fuhren aus dem Schlaf, ja, ganz Ägypten schreckte hoch in dieser Nacht. Überall im Land hörte man lautes Klagen und Weinen. Es gab kein Haus ohne einen Toten! 31Noch in derselben Nacht ließ der Pharao Mose und Aaron rufen und sagte zu ihnen: »Zieht so schnell wie möglich los und verlasst unser Land, ihr und die anderen Israeliten! Geht und opfert dem HERRN, wie ihr es verlangt habt! 32Nehmt eure Ziegen- und Schafherden mit, auch eure Rinder, ganz wie ihr wollt! Nur zieht los und bittet euren Gott auch um Segen für mich!« 33Die Ägypter drängten die Israeliten zur Eile, damit sie schleunigst das Land verließen. »Wenn ihr noch länger hierbleibt«, sagten sie, »kommen wir alle um!«
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Weitere Infos →Es gibt wenige Geschichten, bei denen Tod und Leben so nah beieinander sind. Auf der einen Seite sind es die Israeliten, die durch das Befolgen von Gottes Anweisungen am Leben blieben. Auf der anderen Seite sind es die Ägypter, über die mit dem Tod ihrer Erstgeborenen großes Leid kam. Es gibt viele, die in dieser Geschichte direkt die Übertragung auf den Tod Jesu sehen. Natürlich griff Jesus genau diese Linie in dem letzten Passahfest mit seinen Jüngern auf. Sein Blut rettet und bewahrt, wie hier das Blut des Passahlammes die Israeliten beschützte.
Doch ich möchte hier mehr auf den Stellenwert der Geschichte für die Israeliten aufmerksam machen. Dieser Text zeigt dem Volk Gottes, an was für einen Gott sie glauben und wie er zu ihnen steht. Das Buch heißt nicht ohne Grund "Exodus", was so viel wie "Auszug" oder "Ausgang" bedeutet. Ihr Gott hat sie tatsächlich beschützt, ihnen das Leben geschenkt und dafür gesorgt, dass die Ägypter sie ziehen lassen würden. Gott hatte seine Macht durch Plagen gezeigt. Ganz extrem durch das Töten der Erstgeborenen. Doch genauso hat er seine Gnade gegenüber Israel bewiesen. Deshalb sollen sie fortwährend und immer wieder an dieses zentrale Ereignis denken (V. 26-27), womit ihre Befreiung aus der ägyptischen Sklaverei ausgelöst worden war.