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Impuls

Das Passahfest

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Glaubensleben

2. Mose

Kapitel 12, Vers 1–​14

DAS PASSAHFEST

1Noch in Ägypten sagte der HERR zu Mose und Aaron: 2»Dieser Monat soll für euch von nun an der erste Monat des Jahres sein. 3Richtet den Israeliten aus: Am 10. Tag dieses Monats soll jeder für seine Familie ein Lamm auswählen. 4Wenn eine Familie zu klein ist, um ein ganzes Lamm zu essen, soll sie sich mit ihren nächsten Nachbarn zusammentun. Teilt es euch so ein, dass genug Fleisch für alle da ist, aber auch nichts davon übrig bleibt. 5Sucht einjährige, männliche Tiere ohne Fehler aus; es können Schafe oder Ziegen sein. 6Bis zum 14. Tag des 1. Monats müsst ihr sie gesondert halten. Dann sollen alle, die zur Gemeinschaft der Israeliten gehören, die ausgewählten Lämmer in der Abenddämmerung schlachten. 7Sie sollen etwas vom Blut der Tiere in einer Schale auffangen und es an die Pfosten und den oberen Türbalken der Häuser streichen, in denen sie das Lamm essen. 8Noch in derselben Nacht müssen sie das Fleisch über dem Feuer braten. Dazu sollen sie bittere Kräuter essen und Brot, das ohne Sauerteig gebacken ist. 9Ihr dürft das Fleisch nicht roh oder gekocht verzehren; es muss über dem Feuer gebraten sein, und zwar das ganze Tier mit Kopf, Unterschenkeln und Innereien. 10Lasst nichts bis zum nächsten Morgen übrig, sondern verbrennt das restliche Fleisch! 11Beeilt euch beim Essen! Ihr sollt für die Reise angezogen sein, Schuhe tragen und eure Wanderstöcke in der Hand halten. So feiert ihr das Passahfest – ein Fest für mich, den HERRN. 12In dieser Nacht werde ich durch Ägypten gehen und in jeder Familie den ältesten Sohn töten und auch jedes erstgeborene männliche Tier. Ich werde mein Urteil an allen Göttern Ägyptens vollstrecken, denn ich bin der HERR! 13Das Blut an den Türpfosten eurer Häuser aber wird ein Zeichen sein, das euch schützt. Wenn ich das Blut sehe, will ich euch verschonen. Ich werde die Ägypter strafen, doch an euch wird das Unheil vorübergehen. 14Das sollt ihr niemals vergessen! Darum feiert jedes Jahr an diesem Tag ein Fest für mich, den HERRN! Dies gilt jetzt und für alle kommenden Generationen.«

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Das Passahfest wird bis heute bei den Nachfahren des Volkes Israels, ja einfach im Judentum, gefeiert. Es erinnert an Gottes Führung und Gnade in der Geschichte des Volkes und daran, wie Gott die Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten befreite. Das Unrecht, das den Israeliten angetan wurde, sollte endlich ein Ende finden und der Neustart für das Volk in einem eigenen Land stand kurz bevor.

Ohne Frage lassen die Verse für heute nicht nur Feierstimmung aufkommen. Ich meine, wir lesen hier davon, dass Gott alle Erstgeborenen der Ägypter umbringen ließ. Und das als Strafe für den Ungehorsam des Pharaos Gott gegenüber. Können wir Gottes Handeln an dieser Stelle verstehen? Wohl kaum. Gottes Zorn gegenüber der Anbetung anderer Götter und der Verweigerung, seinen Willen zu tun, zeigt sich hier wieder sehr eindrücklich.

Anstatt dass uns diese Zeilen Angst machen oder von Gott wegtreiben sollten, dürfen sie uns noch dankbarer machen für das, was Jesus Christus, Gott selbst, am Kreuz für uns vollbracht hat. (Und das geschah auch noch viele Jahre später zur Zeit des Passahfestes! Wohl kaum ein Zufall.) Jede Strafe und jeder Zorn Gottes über unser menschliches Versagen Gott gegenüber ist vergeben worden. Und das durch den Glauben an Jesus Christus als Herrn und Retter allein (vgl. Johannes 3:16). Vor jeglicher Strafe durch Gott brauchen wir uns dann nicht mehr fürchten. Denn Gott sieht uns dann als heilig und komplett perfekt vor ihm an (vgl. Kolosser 1:22).