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Impuls

Rache? Gott überlassen!

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Glaubensleben

1. Samuel

Kapitel 2, Vers 27–​36

Gott kündigt Eli die Strafe an

27Eines Tages kam ein Prophet zu Eli und sagte: »So spricht der HERR: Hast du vergessen, wie deutlich ich damals zu deinem Stammvater Aaron gesprochen habe, als die Israeliten noch in Ägypten unter der Herrschaft des Pharaos litten? 28Aus allen Stämmen Israels habe ich ihn und seine Nachkommen als meine Priester erwählt. Sie sollten auf meinem Altar Opfer darbringen, Weihrauch verbrennen und in meinem Heiligtum das Priestergewand tragen. Schon deine Vorfahren durften von allen Opfern der Israeliten einen bestimmten Anteil für sich zum Essen behalten. 29Warum tretet ihr jetzt meine Gebote mit Füßen und greift gierig nach den Opfergaben, die man für mich in den Tempel bringt? Und du, Eli, warum ehrst du deine Söhne mehr als mich? Warum duldest du, dass sie die fettesten und schönsten Fleischstücke der Opfertiere für sich nehmen, damit ihr alle euch damit mästen könnt? 30Darum sage ich, der HERR, der Gott Israels: Ich habe dir versprochen, dass mir für alle Zeiten Männer aus deiner Sippe und deinem Stammesverband als Priester dienen sollen. Doch dazu lasse ich es nun nicht mehr kommen! Denn ich ehre nur die, die auch mich ehren. Wer mir aber verächtlich den Rücken kehrt, der wird selbst auch verachtet. 31In Zukunft soll die Lebenskraft deiner Nachkommen gebrochen sein: Ich sorge dafür, dass nie mehr ein Mann aus deiner Sippe über seine besten Jahre hinauskommt. 32Voller Neid werdet ihr auf das Glück und den Wohlstand blicken, den ich ganz Israel gebe, während eure Familie in meinem Heiligtum Not und Elend erlebt. Keiner von euch wird je ein hohes Alter erreichen. 33Trotzdem soll deine Familie nicht ganz aussterben: Manche werden noch vor meinem Altar dienen, doch auch sie bringen dir nur Kummer und Leid. Denn alle deine Nachkommen werden im besten Mannesalter sterben. 34Ich will dir mit einem Zeichen bestätigen, dass jedes dieser Worte eintreffen wird: Deine Söhne Hofni und Pinhas werden beide am selben Tag sterben! 35Dann setze ich einen Priester ein, der treu zu mir steht. Er wird mir dienen und tun, was mir gefällt. So wie er sollen auch seine Nachkommen für alle Zeiten meine Priester sein und ihren Dienst vor dem König verrichten, den ich auserwähle. 36Wer dann von deinen Nachkommen noch lebt, wird zu diesem Priester kommen und auf den Knien um etwas Geld und Brot betteln. Er wird flehen: Bitte lass mich ein Gehilfe der Priester werden, damit ich wenigstens etwas zu essen habe.«

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Ein wirklich hartes Urteil, das Gott hier über Eli und seine Nachkommen traf. Doch auch wenn wir gerade im Alten Testament der Bibel immer wieder auf Stellen treffen, die wir nicht ganz nachvollziehen können, lohnt es sich, das Prinzip dahinter zu verstehen. Was wollte Gott damals in dieser bestimmten Zeit über sich ausdrücken? Gottes Wesen verändert sich nicht. Auch wenn sich natürlich durch das weitere Wirken, den Tod Christi am Kreuz und die Auferstehung von Jesus Christus etwas absolut Einschneidendes verändert hat – jedem wird durch den Glauben an Jesus Christus als Herrn und Retter die eigene Schuld vor Gott vergeben –, bleibt der Herzschlag Gottes derselbe. Auch über alle Zeiten hinweg. Daher lasst uns die Worte Gottes an Eli hier noch mal genauer betrachten, um etwas für uns heute daraus zu lernen:

Gott ist heilig. Und: Die heiligen Gebote Gottes zu brechen, zieht Konsequenzen nach sich. Ich glaube, es ist und bleibt wichtig zu verstehen, dass der biblische Gott nicht auf einer Wolke sitzt und einfach nur zusieht. Nein, Gott greift ein! Gott ist derjenige, der Unrecht verurteilt und einschreitet. Daher brauchen du und ich die Gnade Gottes in Jesus Christus absolut! Und gleichzeitig müssen wir nicht selbst Rache üben, sondern dürfen darauf vertrauen, dass Gott derjenige ist, der am Ende für seine und unsere Gerechtigkeit sorgt (vgl. Römer 12:19).