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Impuls

Über die Rache

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Soziales Leben

Hosea

Kapitel 9, Vers 10–​17

Von Anfang an wird Israel schuldig

10Der Herr sagt: »Als ich dem Volk Israel zum ersten Mal begegnete, da war es, als hätte ich Trauben in der Wüste gefunden. Eure Vorfahren waren für mich wie die ersten köstlichen Früchte des Feigenbaums. Doch bald liefen sie dem Gott Baal-Peor nach und verschrieben sich diesem abscheulichen Götzen, ja, sie wurden genau wie er! 11Darum wird Ephraims Größe und Herrlichkeit so schnell schwinden, wie Vögel davonfliegen. Keine israelitische Frau wird mehr Nachwuchs bekommen, keine schwanger werden und ein Kind zur Welt bringen. 12Die Kinder, die sie dann noch großziehen, lasse ich sterben. Kein Einziges wird übrig bleiben. Ja, wehe den Israeliten, wenn ich ihnen den Rücken kehre! 13Ich hatte Ephraim wie eine junge Palme auf fruchtbarem Boden gepflanzt. Doch nun muss es seine Söhne an ihre Mörder ausliefern.« 14Ach, HERR, musst du sie wirklich zur Rechenschaft ziehen? Dann strafe sie damit, dass sie unfruchtbar werden und nie wieder ein Kind stillen können! 15Der Herr sagt: »In Gilgal hat sich gezeigt, wie verdorben sie sind, ja, dort habe ich angefangen, sie für ihre Bosheit und ihre Verbrechen zu hassen. Darum vertreibe ich sie jetzt aus meinem Land, ich will sie nicht länger lieben! Die führenden Männer des Volkes lehnen sich allesamt gegen mich auf. 16Ephraim ist wie ein toter Baum, seine Wurzeln sind vertrocknet, seine Zweige ohne Früchte. Und selbst wenn diesem Volk noch Kinder geboren werden, töte ich sie, ja, ich vernichte, was ihnen lieb und teuer ist!« 17Mein Gott wird die Leute von Ephraim verstoßen, weil sie nicht auf ihn hören. Als Flüchtlinge müssen sie bei fremden Völkern leben!

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Gott rechnet in diesen Versen weiter mit seinem Volk ab. Gemeinsam mit einer Freundin habe ich vor kurzem auch in unserer regelmäßigen "Bibellese zu zweit" exakt dieses Kapitel gelesen. Einen Gedanken von ihr dazu möchte ich gern mit dir teilen:

Meiner Freundin ist aufgefallen, dass Gott hier klare Worte findet. Sie hören sich nach Rache an, nach purem Zorn, nach Vergeltung. Ihre Frage lautete nun: "Aber weshalb redet Gott so? Ist Rache nicht Sünde? Darf ich in Gottes Augen etwa auch so über meine Feinde sprechen? Was ist denn mit der Feindesliebe?"

Interessante Gedanken, über die wir ins Gespräch kamen. Folgende Punkte wurden uns wichtig:

1. Rache ist IMMER Gottes Sache!

Die Bibel macht an anderer Stelle deutlich:

"Liebe Freunde, verschafft euch nicht selbst Recht. Überlasst vielmehr Gott das Urteil, denn er hat ja in der Heiligen Schrift gesagt: Es ist meine Sache, Rache zu üben. Ich, der Herr, werde ihnen alles vergelten." (Römer 12:19)

Gott ist der einzige, der Rache üben darf. Wir nicht.

2. Wir dürfen Gott offen und ehrlich unsere Gedanken mitteilen, das ist der richtige Weg.

In der Bibel gibt es unter den Psalmen im Alten Testament die sogenannten "Rachepsalmen". Gott kennt unser Herz von Grund auf. Das bedeutet: Wir dürfen ihm ehrlich unsere dunkelsten Gedanken bringen und ihn bitten, uns von unserer Bitterkeit zu befreien. So lebt es sich deutlich leichter. Und Gott kümmert sich um den Rest.