2. Samuel
Kapitel 4, Vers 1–8
Isch-Boschet wird ermordet
1Als Isch-Boschet, der Sohn von Saul, hörte, dass Abner in Hebron ermordet worden war, verlor er jeden Mut. Auch das ganze Volk war entsetzt. 2Isch-Boschet ernannte zwei Brüder zu seinen Heerführern: Baana und Rechab, die Söhne von Rimmon. Sie kamen aus Beerot, einer Stadt, die nun zum Gebiet des Stammes Benjamin gehört. 3Die ursprünglichen Einwohner von Beerot hatten aus ihrer Heimat fliehen müssen und sich in Gittajim angesiedelt, wo sie bis heute als Ausländer wohnen. 4Zu dieser Zeit lebte noch ein Enkel von König Saul: Mefi-Boschet, Jonatans Sohn. Er war fünf Jahre alt gewesen, als die schreckliche Nachricht von Sauls und Jonatans Tod aus Jesreel eintraf. Seine Amme hatte den Jungen genommen und war geflohen. Doch in der Hetze hatte sie ihn fallen lassen, und seitdem konnte er nicht mehr richtig laufen. 5Eines Tages nun kamen Rechab und Baana, die Söhne von Rimmon aus Beerot, am Mittag zu Isch-Boschets Haus. Es war sehr heiß, und Isch-Boschet hatte sich zum Schlafen hingelegt. 6 Die beiden gingen ins Haus, unter dem Vorwand, sie wollten einen Sack Weizen aus der Vorratskammer holen. Sie schlichen sich in Isch-Boschets Zimmer und erstachen den Schlafenden auf seinem Bett. 7 Dann schlugen sie ihm den Kopf ab und machten sich damit auf und davon. Die ganze Nacht durchquerten sie die Jordan-Ebene, 8bis sie schließlich in Hebron ankamen. Dort zeigten sie König David den Kopf und sagten: »Hier bringen wir dir den Kopf von Isch-Boschet, dessen Vater Saul dein Feind war und dir nach dem Leben trachtete. Heute nun hat sich der HERR für dich an Saul und an seiner Familie gerächt.«
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Weitere Infos →Isch-Boschet wurde ermordet. Und das als Racheakt für das Leid, das sein Vater Saul König David angetan hatte. Die Mörder erklärten es David wie folgt:
"Hier bringen wir dir den Kopf von Isch-Boschet, dessen Vater Saul dein Feind war und dir nach dem Leben trachtete. Heute nun hat sich der HERR für dich an Saul und an seiner Familie gerächt." [8]
Morgen werden wir davon lesen, wie David auf diese Tat reagierte. Spoiler: Auf jeden Fall nicht so, wie es die Mörder Isch-Boschets erwartet hatten. Eine Tat aus Rache ist nämlich nie der Weg, den Gott für uns Menschen bereithält. Dieser Weg bringt nur mehr Leid in diese Welt, die sowieso schon sehr unter all dem Bösen leidet. Gottes Perspektive darauf ist eine andere. In aller Klarheit steht daher in der Bibel:
"Liebe Freunde, verschafft euch nicht selbst Recht. Überlasst vielmehr Gott das Urteil, denn er hat ja in der Heiligen Schrift gesagt: »Es ist meine Sache, Rache zu üben. Ich, der Herr, werde ihnen alles vergelten.«" (Römer 12:19)
Nicht unsere selbst verübte Rache an denen, die uns Leid angetan haben, ist Gottes Weg, sich zu rächen. Dieser Akt liegt allein bei Gott selbst! Angelegenheiten geradezurücken, gerechte irdische Strafen für das Getane zu bekommen, Menschen mit ihrer Tat zu konfrontieren … Das alles ist keine Rache, sondern notwendig. Menschen bewusst schaden zu wollen, ist jedoch nicht das, was Gott als gut für dich und dein Leben ansieht.