1. Samuel
Kapitel 25, Vers 36–44
Der Herr bestraft Nabal
36Als Abigajil nach Hause kam, hatte Nabal ein großes Festessen aufgetischt, wie es sonst nur Könige haben. Er war in bester Laune und schon völlig betrunken. Darum sagte Abigajil ihm vorerst kein Wort von ihrer Begegnung mit David. 37Erst am nächsten Morgen, als er seinen Rausch ausgeschlafen hatte, erzählte sie ihm alles. Da erlitt Nabal einen Schlaganfall und wurde völlig gelähmt. 38Nach etwa zehn Tagen ließ der HERR ihn sterben. 39Als David von Nabals Tod erfuhr, rief er: »Gelobt sei der HERR! Er hat mir zu meinem Recht verholfen und Nabal für seine Beleidigungen bestraft. Mich hat er vor einem schweren Vergehen bewahrt, ihm dagegen hat er seine Bosheit heimgezahlt!« Bald darauf schickte David Boten zu Abigajil und ließ sie bitten, seine Frau zu werden. 40Davids Diener kamen zu Abigajil nach Karmel und sagten: »David schickt uns. Er möchte dich heiraten.« 41Da stand sie auf, verbeugte sich tief und antwortete: »Ich stehe ihm ganz zu Diensten. Ich bin sogar bereit, den Boten meines Herrn die Füße zu waschen.« 42Dann packte sie schnell ihre Sachen zusammen, setzte sich auf einen Esel und ritt mit den Boten zu David. Fünf ihrer Dienerinnen begleiteten sie. So wurde sie Davids Frau. 43David hatte nun zwei Frauen, denn schon früher hatte er Ahinoam aus Jesreel geheiratet. 44Saul hatte ihm Michal weggenommen und sie Palti aus Gallim, einem Sohn von Lajisch, zur Frau gegeben.
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Weitere Infos →Nabal verstarb, aber ohne den Überfall durch David. Gott hatte David durch Nabals Frau Abigajil davon abgehalten, die notwendigen Lebensmittel und Güter für sich und sein Heer gewaltsam von dem reichen Nabal zu erbeuten, nachdem dieser Davids freundliche Bitte abgewiesen hatte.
Daraufhin rief David aus:
"Gelobt sei der HERR! Er hat mir zu meinem Recht verholfen und Nabal für seine Beleidigungen bestraft. Mich hat er vor einem schweren Vergehen bewahrt, ihm dagegen hat er seine Bosheit heimgezahlt!" [39]
David wurde durch Gott vor der Sünde bewahrt, einen Menschen zu überfallen und zu töten. Gleichzeitig bestrafte Gott aber auch das rücksichtslose Verhalten Nabals, der David und dessen Leuten in deren Not nichts von seinem Reichtum abgeben wollte.
Gott liebt Gerechtigkeit. In der Bibel steht an unterschiedlichen Stellen, dass wir uns nicht selbst an unseren Feinden rächen sollen, sondern Gott dies überlassen sollen:
"Liebe Freunde, verschafft euch nicht selbst Recht. Überlasst vielmehr Gott das Urteil, denn er hat ja in der Heiligen Schrift gesagt: »Es ist meine Sache, Rache zu üben. Ich, der Herr, werde ihnen alles vergelten.«" [Römer 12:19]
Ein weiser Ratschlag.