STAYONFIRE

Impuls

Ein Zeichen von Gott

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Glaubensleben

1. Samuel

Kapitel 25, Vers 23–​35

Nabal und David

23Als Abigajil David auf sich zukommen sah, stieg sie schnell von ihrem Esel und warf sich David zu Füßen. Sie verneigte sich, bis ihr Gesicht den Boden berührte. 24 Dann begann sie: »Ich allein bin schuld, mein Herr. Bitte lass deine Dienerin reden und hör, was ich dir sagen will! 25Ärgere dich nicht über diesen boshaften Menschen! Er ist genau das, was sein Name bedeutet: Nabal, ein unverbesserlicher Dummkopf. Leider habe ich die Boten nicht gesehen, die du, mein Herr, zu uns geschickt hast. 26Doch so wahr der HERR lebt und du lebendig vor mir stehst: Der HERR selbst hat dich aufgehalten. Er will nicht zulassen, dass du dich rächst und so zum Mörder wirst. Nabal wird seine gerechte Strafe schon bekommen. Und wie ihm soll es auch deinen Feinden ergehen und allen, die Böses gegen dich im Schilde führen. 27Sieh doch, ich habe dir Geschenke mitgebracht, mein Herr. Deine Leute sollen sie mitnehmen und unter sich aufteilen. 28Vergib mir, dass ich dir so vermessen in den Weg trete. Gewiss wird der HERR deine königliche Familie nie aussterben lassen, denn du kämpfst gegen die Feinde Gottes. Er bewahre dich dein Leben lang davor, Unrecht zu begehen. 29Der HERR möge dich beschützen, wenn dich jemand verfolgt und umbringen will. Er behüte dich wie einen kostbaren Schatz. Das Leben deiner Feinde aber soll er wegschleudern wie einen Stein. 30Wenn der HERR alle seine Versprechen erfüllt und dich zum König über Israel macht, 31dann sollst du nichts bereuen müssen. Du wirst ein reines Gewissen haben, weil du dich nicht gerächt hast und nicht zum Mörder geworden bist. Und wenn der HERR es dir einmal gut gehen lässt, dann denke bitte auch an mich, deine ergebene Dienerin.« 32David rief: »Ich danke dem HERRN, dem Gott Israels, dass er dich gerade in diesem Augenblick zu mir geschickt hat! 33Wie froh bin ich über deine Klugheit! Gesegnet sollst du sein, weil du mich heute davon abgehalten hast, mich auf eigene Faust zu rächen und Blut zu vergießen. 34Vor dem lebendigen HERRN und Gott Israels, der meinen bösen Plan durchkreuzt hat, muss ich gestehen: Keiner von Nabals Männern hätte den nächsten Morgen erlebt, wenn du nicht so schnell gehandelt hättest.« 35David nahm die Lebensmittel von Abigajil entgegen und verabschiedete sich von ihr. »Du kannst beruhigt nach Hause zurückkehren«, sagte er, »ich habe mich von dir überzeugen lassen und werde deine Bitte erfüllen.«

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David war noch in Gedanken versunken, als plötzlich eine sehr attraktive Frau vor ihm vom Esel stieg und sich tief verbeugte. Sein negatives Gedankenkarussell wurde unterbrochen.

Gott hat seine Wege.

Es heißt, Abigajil sei nicht nur "sehr schön", sondern auch sehr "klug" [3] gewesen. Das zeigt uns auch der heutige Abschnitt. Es ist schon bemerkenswert, wie lebensnah und relevant ein jahrtausendalter Text für uns heute sein kann. Gott ist derselbe: damals, heute und in Ewigkeit.

Der Herr bewahrte David vor einer falschen Entscheidung, indem er ihm einen Menschen schickte, der ihm die Augen öffnet. Gott spricht durch Menschen. Hier haben wir es schwarz auf weiß.

Abigajil entschuldigte sich für Nabal, versuchte zu schlichten und nannte viele Gründe, weshalb es für David keinen Sinn ergab, sich auf dieses Niveau herabzulassen. Rache war nicht seine Sache. Das hatte er schon bei Saul begriffen.

"Ich danke dem HERRN, dem Gott Israels, dass er dich gerade in diesem Augenblick zu mir geschickt hat! […] Keiner von Nabals Männern hätte den nächsten Morgen erlebt, wenn du nicht so schnell gehandelt hättest." [32-34]

Das macht nachdenklich. Ich wünsche uns allen, dass wir den Impulsen folgen, die Gott uns aufs Herz legt. Sie sind entscheidend, weil Gott durch uns wirkt. Zugleich wünsche ich uns, dass wir in den Menschen, die Gott uns schickt, Gottes Reden erkennen.