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Impuls

Mitten im Weg

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Soziales Leben

1. Samuel

Kapitel 25, Vers 14–​22

Abigajils Plan

14Inzwischen hatte einer von Nabals Knechten dessen Frau Abigajil berichtet: »David hat aus der Wüste Boten zu Nabal gesandt, um ihm alles Gute zu wünschen; aber unser Herr hat sie bloß beschimpft! 15Dabei waren diese Männer sehr gut zu uns. Als wir mit unseren Herden umherzogen, haben sie uns nie etwas zuleide getan. Im Gegenteil: Sie haben dafür gesorgt, dass uns auch nicht ein einziges Tier gestohlen wurde. 16Tag und Nacht umgaben sie uns wie eine schützende Mauer, solange wir unsere Herden in ihrer Nähe hüteten. 17Nun überleg doch, was zu tun ist! Unternimm etwas, sonst gibt es ein Unglück! Dann ist Nabal verloren und wir alle mit ihm. Du weißt ja, wie niederträchtig er ist. Man kann mit ihm nicht reden!« 18So schnell wie möglich holte Abigajil zweihundert Brote, zwei Schläuche Wein, fünf fertig zubereitete Schafe, einen Sack geröstetes Getreide, hundert Rosinenkuchen und zweihundert Feigenkuchen. Sie ließ alles auf Esel laden 19und befahl den Knechten: »Geht voraus, ich komme hinterher!« Ihrem Mann sagte sie nichts von ihrem Plan. 20Im Schutz des Berges ritt sie auf einem Esel den Bergpfad hinunter. David und seine Leute waren schon in der Nähe; bald musste sie ihnen begegnen. 21David war immer noch wütend. »Für nichts und wieder nichts habe ich die Herden beschützt, die dieser Schuft in der Wüste weiden ließ! Sorgfältig habe ich darauf geachtet, dass ihm nichts gestohlen wurde. Und was ist der Dank? Eine unverschämte Abfuhr! 22Gott soll mich hart bestrafen, wenn ich bis morgen früh auch nur einen seiner Männer am Leben lasse!«

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David war wütend. So richtig wütend. Gleichzeitig wusste er sich in Gefahr, denn Nabal als mächtiger Mann konnte ihm und seinen Leuten etwas antun. Wir lasen bereits gestern in der App davon, wie David Nabal unabsichtlich provozierte. Nun ritt David mitsamt seinem Heer zu Nabal, um in den Kampf zu ziehen und die für ihn lebensnotwendigen Güter zu erbeuten.

Doch Gott hatte anderes vor: Die Frau von Nabal, Abigajil, hatte einen Plan. Sie wollte David dazu bringen, ihren Mann Nabal nicht zu überfallen. Wie genau das vonstattengehen sollte, werden wir morgen hier gemeinsam in der App lesen.

David war von der Wut gepackt. Mit solch einer geladenen Wut im Bauch treffen wir Menschen oftmals unkluge Entscheidungen, deren Konsequenzen wir oft nicht absehen können. Wie gut ist es, wenn Gott Personen wie Abigajil bei David mitten in den Weg stellt?! Personen, die uns eine andere Perspektive auf die Situation oder auf einen Menschen bieten, über die oder den wir uns so sehr ärgern. Ich glaube, wir sollten beten, dass Gott uns öfter in unseren aus Wut getriebenen Vorhaben unterbricht und uns so einen besseren Weg zeigt, als aus Rache zu agieren. Denn das führt bekanntlich zu Schlechtem.