STAYONFIRE

Impuls

Mal umgekehrt

Jan Hoyervon Jan Hoyer
Glaubensleben

Matthäus

Kapitel 22, Vers 41–​46

Wer ist der Christus?

41Bei dieser Gelegenheit fragte Jesus die Pharisäer, die sich bei ihm versammelt hatten: 42»Was denkt ihr über den Christus, der als Retter zu euch kommen soll? Wessen Nachkomme ist er?« Sie antworteten: »Er ist ein Nachkomme von König David.« 43Da entgegnete Jesus: »Warum hat David ihn dann, geleitet vom Geist Gottes, ›Herr‹ genannt? Denn David sagte: 44›Gott, der Herr, sprach zu meinem Herrn: Setze dich auf den Ehrenplatz an meiner rechten Seite, bis ich dir alle deine Feinde unterworfen habe und du deinen Fuß auf ihren Nacken setzt!‹ 45Wenn David den Christus also ›Herr‹ nennt, wie kann er dann Davids Nachkomme sein?« 46Darauf wussten sie keine Antwort. Und von da an wagte niemand mehr, ihm weitere Fragen zu stellen.

© Biblica, Inc.

Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.

“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.

Weitere Infos →

Wenn du das Kapitel vor unseren heutigen Versen gelesen hast, wird dir aufgefallen sein, dass Jesus mit Fragen gelöchert wurde. Sämtliche theologischen Gruppen wollten Jesus in einen Widerspruch verwickeln oder ihn auch einfach nur prüfen. Vielleicht hat er irgendwann einfach genug davon gehabt.

Jedenfalls drehte er in unserer Stelle den Spieß um. ER stellte ihnen eine Frage. Besonders daran finde ich, dass Jesus gar nicht so oft den Menschen Fragen stellte. Oft reagierte er auf ihre Fragen mit Gegenfragen, doch von sich aus stellte er nicht so viele.

Seine Frage ist: "Was denkt ihr von dem Christus?" [42]

Nach all den Fragen wegen der Steuern und danach, mit wem man nach dem Tod verheiratet ist, brachte Jesus sie wieder zurück zu den wahren Fragen. Und er ließ sie am Ende sogar wortlos stehen, denn sie konnten ihm gar nicht erklären, wie der Christus ein Sohn Davids und trotzdem sein Herr sein kann.

Was mich aber beeindruckt, ist, dass Jesus unsere ganzen Fragen kennt. Wenn wir ehrlich sind, sind es vielleicht sogar öfter belanglose Fragen. Er nimmt sich die Zeit dafür, doch am Ende führt er uns zur wahren Frage: "Was denke ich eigentlich von ihm?"

Ist ER der Herr in meinem Leben?

Oder verstecke ich mich nur hinter meinen ganzen Fragen, um das zu tun, was er eigentlich gar nicht will?