STAYONFIRE

Impuls

Mut zur Hartnäckigkeit

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Berufung

1. Mose

Kapitel 24, Vers 54–​61

REBEKKA MACHT SICH AUF DEN WEG

54Danach begann das Abendessen. Als die Gäste gegessen und getrunken hatten, legten sie sich schlafen. Am nächsten Morgen sagte der Knecht: »Ich möchte zurück zu meinem Herrn. Mit eurer Erlaubnis wollen wir schon heute aufbrechen.« 55»So plötzlich trennen wir uns nicht gern von Rebekka, lass sie noch zehn Tage bei uns bleiben, dann kann sie mit dir kommen!«, baten ihr Bruder und ihre Mutter. 56Er entgegnete: »Haltet mich nicht auf! Der HERR hat meine Reise gelingen lassen, und jetzt möchte ich so schnell wie möglich zu meinem Herrn zurück!« 57»Am besten, sie entscheidet selbst«, sagten die beiden. 58Sie riefen Rebekka herbei und fragten: »Bist du einverstanden, heute schon mit diesem Mann fortzuziehen?« »Ja, das bin ich!«, antwortete sie. 59Da willigten sie ein und ließen Rebekka gehen. Der Knecht, seine Leute, Rebekka und ihr früheres Kindermädchen machten sich für die Reise fertig. 60Der Bruder und die Mutter verabschiedeten sich von ihr mit einem Segenswunsch: »Unsere Schwester, du sollst die Stammmutter eines großen und mächtigen Volkes werden! Mögen deine Nachkommen alle ihre Feinde besiegen!« 61Danach bestiegen Rebekka und ihre Dienerinnen die Kamele und machten sich mit Abrahams Knecht auf den Weg.

© Biblica, Inc.

Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.

“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.

Weitere Infos →

Er war nur ein Knecht, doch er wusste, was sein Auftrag war. Am Vortag hatten Vater und Bruder bereits zugestimmt, ihre Tochter/Schwester zu Abrahams Familie ziehen zu lassen, um Isaak zu heiraten. Am nächsten Tag wollte der Knecht aufbrechen, doch Bruder und Mutter wurden plötzlich etwas unruhig. "Lass sie noch zehn Tage bei uns bleiben, dann kann sie mit dir kommen!" [55] Am Ende entschied Rebekka selbst, dass sie direkt aufbrechen sollten.

In all dem besaß der Knecht den Mut zur Hartnäckigkeit: "Haltet mich nicht auf! Der HERR hat meine Reise gelingen lassen, und jetzt möchte ich so schnell wie möglich zu meinem Herrn zurück!" [56] Diese Geschichte ist ein gutes Beispiel dafür, wie menschliche Sorgen und Ängste Gottes Plan aufhalten können. Wobei sie berechtigt erscheinen. Die Frage ist jetzt, wann wir diesen Bedenken ihre Zeit geben und wann wir mutig weitere Schritte gehen sollten.

Ich denke, das sollte in jeder Situation individuell entschieden werden. Doch was uns die Bibel unmissverständlich deutlich macht, ist die Tatsache, dass es manchmal gerade diese unangenehme Hartnäckigkeit braucht, um neue Schritte zu gehen. Das ist nicht immer einfach und dennoch wichtig. Gleichzeitig wollen wir dich heute sensibilisieren, die Worte "Gott hat mir gesagt, …" nicht leichtfertig als Argument einzusetzen.