Ruth
Kapitel 1, Vers 18–22
Ein Neustart
18Noomi merkte, dass Ruth darauf bestand, mit ihr zu gehen, und so versuchte sie nicht mehr, sie zur Umkehr zu überreden. 19Zu zweit setzten sie ihren Weg nach Bethlehem fort. Als sie dort ankamen, ging es wie ein Lauffeuer durch die Stadt. »Ist das nicht Noomi?«, riefen die Frauen. 20»Nennt mich nicht länger Noomi (›die Fröhliche‹)«, erwiderte sie, »nennt mich Mara (›die Betrübte‹), denn der allmächtige Gott hat mir ein schweres Schicksal auferlegt: 21Als ich von hier fortzog, hatte ich alles, was man sich nur wünschen kann. Jetzt lässt mich der HERR mit leeren Händen zurückkehren. Warum nennt ihr mich also noch Noomi? Der HERR hat sein Urteil gegen mich gesprochen; er, der Allmächtige, hat mir bitteres Leid zugefügt.« 22Als Noomi mit ihrer moabitischen Schwiegertochter Ruth nach Bethlehem kam, begann gerade die Gerstenernte.
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Weitere Infos →Noomi kehrte gemeinsam mit ihrer Schwiegertochter Rut in ihre Heimat zurück. Und sie war einfach nur frustriert. Sie hatte ihren Mann verloren. Sie hatte eine Hungersnot durchlitten. Die Leute freuten sich, Noomi nach langer Zeit wiederzusehen. Sie nannten Noomi bei ihrem Namen, der bedeutet "die Fröhliche" (vgl. V. 19). Doch Noomi antwortete nur voller Frustration:
"»Nennt mich nicht länger Noomi (›die Fröhliche‹)«, erwiderte sie, »nennt mich Mara (›die Betrübte‹), denn der allmächtige Gott hat mir ein schweres Schicksal auferlegt." [20]
Noomi ist so erschlagen von ihrer Lage, dass sie ihren eigenen Namen ablehnte. Ein Name gibt Identität. Doch Noomi wollte ihre Identität ablegen. Sie sah keine Hoffnung mehr. Von nun an wollte sie nicht mehr "die Fröhliche", sondern "die Betrübte" genannt werden.
Gott aber sah Noomi als die, die sie war: Noomi, die Fröhliche. Und Gott war noch lang nicht am Ende von Noomis Geschichte angekommen, wie wir in den kommenden Tagen gemeinsam in der App lesen werden. Hoffnung stand kurz bevor.
Wo gibst du deine Identität als Gottes geliebtes Kind zu schnell auf, weil deine Umstände dich vom Gegenteil überzeugen wollen? Lass dich durch Noomis Geschichte ermutigen: Deine Identität ist und bleibt in Gott und seiner Liebe für dich begründet!