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Impuls

Ein Tiefpunkt

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Hoffnung

Ruth

Kapitel 1, Vers 1–​7

Ruts Geschichte

1 Zu der Zeit, als das Volk Israel von Männern geführt wurde, die man Richter nannte, brach im Land eine Hungersnot aus. 2 Darum verließ ein Mann namens Elimelech aus der Sippe Efrat die Stadt Bethlehem in Juda, wo er gewohnt hatte. Er ging mit seiner Frau Noomi und seinen beiden Söhnen Machlon und Kiljon ins Land Moab und ließ sich dort nieder. 3Doch dann starb Elimelech, und Noomi blieb mit ihren Söhnen allein zurück. 4Die beiden heirateten zwei Frauen aus Moab, sie hießen Orpa und Ruth. Nach etwa zehn Jahren 5starben auch Machlon und Kiljon. Nun hatte Noomi keinen Mann und keine Söhne mehr. 6Bald darauf erfuhr sie, dass der HERR sich über sein Volk erbarmt und ihm wieder eine gute Ernte geschenkt hatte. 7 Sofort brach sie auf, um in ihre Heimat Juda zurückzukehren. Ihre Schwiegertöchter begleiteten sie.

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Heute starten wir gemeinsam in das Buch Rut. Der erste Abschnitt gibt uns eine kleine Einordnung. Wir befinden uns in der Richterzeit Israels. Das ist die Zeit, bevor Könige wie Saul, David und Salomo das Volk Israel regierten. Nun kam es jedoch, dass eine große Hungersnot im Land ausbrach und einige – u. a. die Familie um Elimelech – ihre Heimat verlassen mussten. Sie gingen in das fremde Land Moab und ließen sich dort nieder.

Es ist nicht das erste Mal hier in der App, dass wir in der Bibel davon lesen, dass Menschen ihre geliebte Heimat aufgeben und in ein fremdes Land ziehen mussten. Vielmehr war es scheinbar die Normalität vieler biblischer Geschichten.

Vor einiger Zeit sagte mir ein guter Freund folgenden Satz, der dazu gut passt:

"Man plant, und dann passiert das Leben."

Eine Wahrheit, die mich seitdem begleitet. Wir planen, und das Leben passiert – und das nicht immer nach unserem Plan. So auch bei Elimelech nicht. Nachdem die Familie in Moab angekommen war, starb Elimelech unerwartet und ließ seine Frau Noomi mit zwei Söhnen zurück. Nachdem beide Söhne eine Frau gefunden hatten, starben die Söhne (nach etwa zehn Jahren) ebenso unerwartet. Am Ende übrig blieben eine verzweifelte Witwe namens Noomi mit zwei Schwiegertöchtern namens Orpa und Rut. Ein absoluter Tiefpunkt.

Zu dritt wollten sie nun zurück in ihre Heimat aufbrechen.