Ruth
Kapitel 1, Vers 8–17
Wo du hingehst, gehe ich auch hin
8Unterwegs sagte Noomi zu ihnen: »Geht doch wieder zurück in euer Elternhaus, kehrt um! Möge der HERR euch so viel Liebe erweisen, wie ihr sie den Verstorbenen und mir entgegengebracht habt! 9Er gebe euch ein neues Zuhause an der Seite eines zweiten Mannes!« Sie küsste ihre Schwiegertöchter. Die beiden fingen an zu weinen 10und widersprachen ihr: »Nein, wir wollen mit dir zu deinem Volk gehen!« 11Doch Noomi entgegnete: »Kehrt doch um, meine Töchter! Warum wollt ihr mich unbedingt begleiten? Ich werde keine Söhne mehr zur Welt bringen, die eure Männer werden könnten. 12Kehrt um, meine Töchter, geht! Ich bin zu alt, um wieder zu heiraten. Und selbst wenn ich die Hoffnung nicht aufgeben würde, ja, wenn ich noch heute Nacht einen Mann bekommen und dann Söhne zur Welt bringen würde: 13Wollt ihr etwa so lange warten, bis sie erwachsen sind? Wollt ihr euch bis dahin von allen Männern fernhalten und jede Gelegenheit ausschlagen, noch einmal zu heiraten? Nein, meine Töchter! Der HERR hat sich gegen mich gewandt, euch jedoch möchte ich das harte Schicksal ersparen, das mich getroffen hat.« 14Da weinten die beiden noch mehr. Orpa küsste ihre Schwiegermutter zum Abschied, Ruth aber wollte sie auf keinen Fall verlassen. 15Da forderte Noomi sie auf: »Schau, deine Schwägerin kehrt zu ihrem Volk und zu ihrem Gott zurück. Geh doch mit ihr!« 16Aber Ruth erwiderte: »Besteh nicht darauf, dass ich dich verlasse! Ich will mich nicht von dir trennen. Wo du hingehst, da will auch ich hingehen. Wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. 17Wo du stirbst, will ich auch sterben und begraben werden. Nur der Tod kann mich von dir trennen; wenn ich dieses Versprechen nicht halte, soll der HERR mich hart bestrafen!«
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Weitere Infos →Gestern sind wir bereits in die Geschichte von Rut und ihrer Familie eingestiegen. Noomi, ihre Schwiegermutter, kehrte nach einer Hungersnot in ihre Heimat Juda zurück. Rut war leider bereits verwitwet und hatte in der damaligen Zeit ohne Mann eigentlich nur wenige Zukunftsperspektiven und konnte kaum für sich selbst sorgen.
Obwohl sie keine realistischen Aussichten darauf hatte, im Land Juda einen neuen Mann für sich und ihren Unterhalt zu finden, wollte Ruth unbedingt mit ihrer Schwiegermutter Noomi mitgehen (vgl. V. 11 ff.). In diesem entscheidenden Gespräch mit Noomi sprach Rut das folgende Statement aus:
"Wo du hingehst, da will auch ich hingehen. Wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott." [16]
Es sind eine unglaubliche Treue und auch ein riesengroßes Vertrauen, welche sich in diesem Satz von Rut widerspiegeln, ein Sinnbild für unsere Beziehung zu Gott: Obwohl ihr die eigene Versorgung nicht sicher war, wollte Rut ihre Schwiegermutter begleiten. Ebenso wollte sie Gott nachfolgen. Denn der Gott ihrer Schwiegermutter Noomi, der Gott Israels, der Gott der Bibel, sollte auch ihr Gott sein. Sie spürte tief in ihrem Herzen, dass sie Gottes Gunst erleben würde. Sie musste sich nur ganz auf ihn allein verlassen.
Gott wünscht sich für uns ebenso dieses tiefe Vertrauen auf ihn und dass wir zu ihm sagen können:
"Gott, wo du hingehst, da will auch ich hingehen. Wo du bleibst, da bleibe ich auch."
Solch ein Gottvertrauen lohnt sich!
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