Ruth
Kapitel 3, Vers 14–18
Ermutigung für Ruth
14Ruth schlief die Nacht über am Fußende seines Lagers; doch bevor es so hell wurde, dass andere sie hätten erkennen können, stand sie auf. Denn Boas hatte gesagt: »Niemand darf erfahren, dass eine Frau bei mir war.« 15Bevor Ruth den Dreschplatz verließ, forderte Boas sie auf: »Nimm dein Umschlagtuch ab und halte es auf!« Er schüttete gut 25 Kilogramm Gerste hinein, lud ihr das Bündel auf die Schulter und ging dann zurück in die Stadt. 16Als Ruth zu Hause ankam, fragte Noomi sie: »Wie ist es dir ergangen, meine Tochter?« Ruth berichtete, was Boas ihr geantwortet hatte. 17»Und diesen halben Zentner Gerste hat er mir geschenkt«, erzählte sie weiter, »er sagte: ›Du sollst nicht mit leeren Händen zu deiner Schwiegermutter zurückkehren!‹« 18Noomi machte ihr Mut: »Warte jetzt einfach ab, wie es sich entwickelt. Dieser Mann wird nicht eher ruhen, bis er alles zu Ende gebracht hat – ganz sicher wird es noch heute geschehen!«
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Weitere Infos →Gestern haben wir davon gelesen, wie Boas der Witwe Rut das Versprechen der Versorgung gab. Er sah sich in der Verantwortung, für Rut zu sorgen. In der damaligen Zeit eine existenzielle Angelegenheit.
Nun kam Rut zu Noomi, der Mutter ihres verstorbenen Mannes, zurück. Sie kam mit vollen Händen, weil Boas ihr viel Gerste für sie selbst und Noomi mitgegeben hatte. Was für eine Ermutigung für die beiden! Noomi sicherte Rut erneut zu:
"Warte jetzt einfach ab, wie es sich entwickelt. Dieser Mann wird nicht eher ruhen, bis er alles zu Ende gebracht hat – ganz sicher wird es noch heute geschehen!" [18]
Noomi und Rut kamen aus einer hoffnungslosen Situation: Hungersnot im eigenen Land und beide hatten ihre Männer verloren. Sie hatten auf Gott vertraut und nicht aufgegeben. Sie hatten einen Neustart in Bethlehem, der alten Heimat von Noomi, gewagt. Und sie wurden nicht enttäuscht. Gott stellte sich sichtbar zu den beiden.
Mich persönlich ermutigt die Geschichte von Noomi und Rut ebenso, dich nicht auch? Wenn wir auf Gott vertrauen, gibt es für uns keinen Grund, unser Leben und unsere Hoffnung aufzugeben. Denn: Solange du noch atmest, hat Gott mit dir noch etwas auf dieser Erde vor. Es geht weiter!