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Impuls

Außergewöhnliche Gunst

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Hoffnung

Ruth

Kapitel 2, Vers 1–​13

Ruth lernt Boas kennen

1In Bethlehem wohnte ein Mann namens Boas, der aus derselben Sippe stammte wie Noomis verstorbener Mann Elimelech. Boas war wohlhabend und einflussreich. 2Eines Tages sagte Ruth zu ihrer Schwiegermutter: »Ich möchte auf die Felder gehen und dort die Ähren auflesen, die von den Erntearbeitern nicht mitgenommen wurden. Irgendjemand wird es mir sicher erlauben.« »Ja«, antwortete Noomi, »geh nur!« 3Auf einem der Felder ging Ruth hinter den Erntearbeitern her und sammelte die Ähren auf, die sie liegen ließen. Sie wusste nicht, dass gerade dieses Feld Boas aus der Sippe von Elimelech gehörte. 4Als Boas nun von Bethlehem zu seinen Arbeitern aufs Feld kam, begrüßte er sie: »Der HERR sei mit euch!« Sie antworteten: »Der HERR segne dich!« 5Boas erkundigte sich bei dem Mann, der die Arbeiter beaufsichtigte: »Zu wem gehört diese junge Frau da?« 6»Sie ist eine Moabiterin, die mit Noomi aus Moab zurückgekehrt ist«, erwiderte der Mann. 7»Sie hat mich gefragt, ob sie dort, wo deine Männer schon waren, die liegen gebliebenen Ähren auflesen darf. Seit dem frühen Morgen ist sie bereits da und hat sich noch kaum in den Schatten gesetzt.« 8Da sagte Boas zu Ruth: »Ich mache dir einen Vorschlag: Du brauchst nicht auf ein anderes Feld zum Ährenlesen zu gehen; bleib hier bei meinen Mägden, 9die die Garben binden! Sammle immer dort, wo die Arbeiter gerade das Korn abmähen. Ich habe ihnen verboten, dich zu belästigen. Wenn du Durst hast, dann geh ruhig zu den Krügen dort und trink von dem Wasser, das meine Männer geschöpft haben!« 10Da warf Ruth sich vor ihm nieder und fragte: »Womit habe ich das verdient? Warum beachtest du mich, obwohl ich eine Ausländerin bin?« 11Boas antwortete: »Man hat mir berichtet, wie du seit dem Tod deines Mannes deiner Schwiegermutter beigestanden hast. Deine Eltern und dein Land hast du verlassen und dich einem Volk angeschlossen, das du vorher nicht kanntest. 12Du bist zum HERRN, dem Gott Israels, gekommen, um bei ihm Schutz und Zuflucht zu finden. Möge er alle deine Taten reich belohnen!« 13Da sagte sie: »Mein Herr, ich danke dir für deine große Freundlichkeit! Deine Worte geben mir Mut und Hoffnung. Du schenkst mir deine Gunst, obwohl ich doch viel geringer als deine Mägde bin.«

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Noomi und Rut waren beide Witwen. Sie hatten in der damaligen Zeit niemanden, der sie versorgen würde. Nun waren sie auf sich allein gestellt. Rut wollte gern auf dem Feld Ähren auflesen, die die Arbeiter nicht verwenden konnten. Rut war mutig und wagte sich aufs Feld. Dort bekam sie Unterstützung vom Herrn des Feldes namens Boas. Boas ermöglichte Rut, noch mehr Ähren aufzulesen, und er gewährte ihr zudem Schutz vor den anderen Arbeitern sowie freien Zugang zu Trinkwasser.

Wir erinnern uns: Rut war gemeinsam mit ihrer Schwiegermutter Noomi in deren Heimat Bethlehem zurückgegangen. Hier in Bethlehem war Rut nicht zu Hause. Das bedeutete damals, dass sie hier noch weniger Rechte hatte als die Einheimischen. Rut war überwältigt von der außergewöhnlichen Gunst Boas' ihr gegenüber. Sie konnte gar nicht begreifen, womit sie das verdient haben sollte.

Boas antwortete darauf: "Deine Eltern und dein Land hast du verlassen und dich einem Volk angeschlossen, das du vorher nicht kanntest. Du bist zum HERRN, dem Gott Israels, gekommen, um bei ihm Schutz und Zuflucht zu finden. Möge er alle deine Taten reich belohnen!" [11+12]

Rut vertraute auf den Gott der Bibel. Und weil sie ihren Weg mit diesem Gott ging, schenkte er ihr seine Gunst bei dem, was sie tat. Nicht mehr und nicht weniger.