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Impuls

Nicht nur leere Worte

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Soziales Leben

Jakobus

Kapitel 3, Vers 1–​12

WARNUNG VOR GESCHWÄTZIGKEIT

1Liebe Brüder und Schwestern! Es sollten sich nicht so viele in der Gemeinde um die Aufgabe drängen, andere im Glauben zu unterweisen. Denn ihr wisst ja: Wir, die andere lehren, werden von Gott einmal nach besonders strengen Maßstäben beurteilt. 2Und machen wir nicht alle immer wieder Fehler? Wem es freilich gelingt, nie ein verkehrtes Wort zu sagen, den kann man als vollkommen bezeichnen. Denn wer seine Zunge im Zaum hält, der kann auch seinen ganzen Körper beherrschen. 3So legen wir zum Beispiel den Pferden das Zaumzeug ins Maul. Damit beherrschen wir sie und können das ganze Tier lenken. 4Und selbst bei den Schiffen, die nur von starken Winden vorangetrieben werden können, bestimmt der Steuermann die Richtung mit einem kleinen Ruder. 5Genauso ist es mit unserer Zunge. So klein sie auch ist, so groß ist ihre Wirkung! Ein kleiner Funke setzt einen ganzen Wald in Brand. 6Mit einem solchen Feuer lässt sich auch die Zunge vergleichen. Sie kann eine ganze Welt voller Ungerechtigkeit und Bosheit sein. Sie vergiftet uns und unser Leben, sie steckt unsere ganze Umgebung in Brand, und sie selbst ist vom Feuer der Hölle entzündet. 7Die Menschen haben es gelernt, wilde Tiere, Vögel, Schlangen und Fische zu zähmen und unter ihre Gewalt zu bringen. 8Aber seine Zunge kann kein Mensch zähmen. Ungebändigt verbreitet sie ihr tödliches Gift. 9Mit unserer Zunge loben wir Gott, unseren Herrn und Vater, und mit derselben Zunge verfluchen wir unsere Mitmenschen, die doch nach Gottes Ebenbild geschaffen sind. 10Segen und Fluch kommen aus ein und demselben Mund. Aber genau das, meine lieben Brüder und Schwestern, darf nicht sein! 11Fließt denn aus einer Quelle gleichzeitig frisches und ungenießbares Wasser? 12Kann man Oliven von Feigenbäumen pflücken oder Feigen vom Weinstock? Ebenso wenig kann man aus einer salzigen Quelle frisches Wasser schöpfen.

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Wohl niemand würde von sich behaupten, eine "Lästerschwester" oder dann eben auch ein "Lästerbruder" zu sein ... Zugleich bringen mich diese Verse für heute dazu, mich noch mal richtig tief selbst zu durchleuchten. Welche Worte spreche ich über andere Menschen aus? Gott weiß, was für eine Macht die Zunge eines Menschen hat. Worte sprechen Leben aus oder aber sie versperren den Weg. Fiese Worte werden zu Mobbing und das, so wissen wir es wohl leider alle, kann im extremsten Fall sogar zum freiwilligen Tod einer Person führen. Eine harte Realität, die unsere Gesellschaft kennt. Umso wichtiger ist es, dass ich Gott aktiv darum bitte, dass er meine Sprache verändert. Dass er mir heilsame Gedanken schenkt, bevor ich rede. Dass ich Menschenleben zum Positiven verändere, durch das, was ich sage!

Denken wir das alles noch etwas weiter: Was spreche ich aus über Umstände? Über Dinge? Über Gott? Über mich selbst? Ich darf lernen, darauf zu achten, ob ich Dinge, Umstände, Gott oder mich selbst mit meinen Worten verdamme und schlechtrede, oder ob ich Hoffnung säe. Ob ich Glauben säe. Ob ich mich selbst in eine Spirale der Verzweiflung reite, wenn ich zu mir selbst rede, oder konstruktiv nach Lösungen suche und Gott vertraue.

Nimm dir doch allein für diesen heutigen Tag mal vor, darauf zu achten, was du sagst. Bitte Gott dann um seine Veränderung in dir!