Matthäus
Kapitel 24, Vers 1–2
DER TEMPEL WIRD ZERSTÖRT WERDEN
1 Jesus verließ den Tempel und wandte sich zum Gehen. Da kamen seine Jünger und wollten ihm die riesigen Ausmaße der Tempelanlage zeigen. 2 »Ihr bestaunt das alles, nicht wahr?«, sagte Jesus zu ihnen. »Aber ich versichere euch: Kein Stein wird hier auf dem anderen bleiben. Alles wird nur noch ein großer Trümmerhaufen sein.«
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Weitere Infos →Wenn man dieses kurze Gespräch zwischen Jesus und seinen Jüngern liest, dann fragt man sich doch, warum Jesus seine Jünger so entmutigt - oder? Er macht ihnen keine falschen Versprechungen, sondern malt ihnen die Zukunft so vor Augen, wie sie sein wird. Vielleicht wünsche ich mir manchmal, dass Gott mir eine total wundervolle Zukunft vor Augen malt, wenn ich ihn um eine Antwort im Gebet bitte. Ich gebe Gott meine Situation und er gibt mir eine Antwort, die mich extrem herausfordert. Entweder durch sein Wort in der Bibel, eine Predigt, das Wort einer anderen Person oder ein persönliches Wort an mich, gesprochen durch den Heiligen Geist in mir. Natürlich ist bei all diesen „Antworten“ zu prüfen, ob sie wirklich von Gott kommen. Aber nur weil eine dieser „Antworten“ meinen Wunsch nicht erfüllt, ist nicht ausgeschlossen, dass sie tatsächlich von Gott kommen kann! Es ist nämlich wirklich so: Wir Menschen sehen das, was wir mit den Augen wahrnehmen können. Gott jedoch kennt das Herz bzw. die wahre Tiefe einer Situation. (vgl. 1. Samuel 16:7) Die Jünger sehen den schönen Tempel und bewundern ihn. Jesus weiß aber bereits, dass dieser Tempel einmal zerstört sein wird, und will seinen Jüngern deshalb keine falschen Versprechungen machen. Jesus rückt das Bild wieder gerade: Gott gehört am Ende alle Bewunderung und jedes Bestaunen. Und nicht irgendeinem Tempel dieser Welt.