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Nichts in der Hand

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Glaubensleben

Matthäus

Kapitel 26, Vers 57–​68

Jesus vor Gericht

57Die Männer, die Jesus festgenommen hatten, brachten ihn zu Kaiphas, dem Hohenpriester und Vorsitzenden des Hohen Rates. Bei ihm hatten sich die Schriftgelehrten und die führenden Männer des Volkes versammelt. 58In sicherem Abstand folgte ihnen Petrus bis in den Innenhof des hohepriesterlichen Palastes. Dort setzte er sich zu den Dienern, um zu beobachten, was mit Jesus geschehen würde. 59Die obersten Priester und der ganze Hohe Rat suchten Zeugen, die durch ihre falschen Aussagen Jesus so belasten sollten, dass man ihn zum Tode verurteilen konnte. 60Aber es gelang ihnen nicht, obwohl viele Zeugen falsche Anschuldigungen vorbrachten. Schließlich traten zwei Männer vor und erklärten: 61»Dieser Mensch hat behauptet: ›Ich kann den Tempel Gottes abreißen und in drei Tagen wieder aufbauen.‹« 62Da stand der Hohepriester auf und fragte Jesus: »Warum antwortest du nicht? Hast du nichts gegen diese Anschuldigungen zu sagen?« 63Aber Jesus schwieg weiter. Darauf sagte der Hohepriester: »Ich nehme dich vor dem lebendigen Gott unter Eid: Sag uns, bist du der Christus, der von Gott erwählte Retter? Bist du der Sohn Gottes?« 64»Ja, du sagst es«, antwortete Jesus, »und ich versichere euch: Von jetzt an werdet ihr den Menschensohn an der rechten Seite des allmächtigen Gottes sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen.« 65Empört zerriss der Hohepriester sein Gewand und rief: »Das ist Gotteslästerung! Wozu brauchen wir noch weitere Zeugen? Ihr habt es ja selbst gehört, wie er Gott gelästert hat! 66Wie lautet euer Urteil?« Sie riefen: »Er ist schuldig! Er muss sterben!« 67Dann spuckten sie Jesus ins Gesicht und schlugen mit den Fäusten auf ihn ein. Andere gaben ihm Ohrfeigen 68und spotteten: »Na, du Christus! Du bist doch ein Prophet! Sag uns, wer hat dich vorhin gerade geschlagen?«

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Diese Szene spielte sich vor fast 2.000 Jahren ab. Kurz vor der grausamen Kreuzigung Jesu, woraufhin er drei Tage später von den Toten auferstand. 2.000 Jahre – eine richtig lange Zeit! Und doch erkennen wir in dieser Situation etwas, das bis heute anhält:

"Die obersten Priester und der ganze Hohe Rat suchten Zeugen, die durch ihre falschen Aussagen Jesus so belasten sollten, dass man ihn zum Tode verurteilen konnte. Aber es gelang ihnen nicht, obwohl viele Zeugen falsche Anschuldigungen vorbrachten." [59-60]

Die Menschen versuchten, Jesus zu verleumden. Sie suchten und suchten, doch sie fanden nichts, womit sie Jesus hätten belasten können. Dabei verschwendeten sie viel Energie darauf, nun endlich den Beweis gegen Jesus, ja, gegen seine Göttlichkeit zu finden. Doch nichts war überzeugend genug.

Nach wie vor herrscht bekanntlich eine unterschiedliche Wahrnehmung von Jesus Christus. "Ist er wirklich Gott?" – "Wieso musste Jesus überhaupt sterben?" – "Hat Jesus das wirklich gesagt?" … Fragen über Fragen. Zweifel über Zweifel. Die Geschichte der letzten 2.000 Jahre zeigt, dass sich der lebendige Glaube an Jesus Christus in allen Widrigkeiten beweist, durch das klare Wirken Gottes in dem Leben von Menschen.

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