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Impuls

Nie tiefer als in Gottes Hand

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Hoffnung

Apostelgeschichte

Kapitel 20, Vers 7–​12

Besuch in Troas

7Am Sonntagabend, dem ersten Tag der neuen Woche, kamen wir zusammen, um das Abendmahl zu feiern, und Paulus predigte. Weil er schon am nächsten Tag weiterreisen wollte, nahm er sich viel Zeit und sprach bis Mitternacht. 8Der Raum im Obergeschoss, in dem wir uns befanden, war durch viele Öllampen erhellt. 9Ein junger Mann – er hieß Eutychus – saß auf der Fensterbank. Während der langen Predigt von Paulus wurde er vom Schlaf überwältigt. Dabei verlor er das Gleichgewicht und fiel durch das offene Fenster drei Stockwerke tief. Als die Männer ihn aufhoben, war er tot. 10Paulus lief hinunter, beugte sich über den Toten und nahm ihn in seine Arme. Dann sagte er zu den Leuten: »Beruhigt euch! Er lebt.« 11Paulus ging wieder hinauf; er brach das Brot, und sie feierten gemeinsam das Abendmahl. Er sprach noch lange mit ihnen, bevor er sie dann bei Tagesanbruch verließ. 12Eutychus brachten sie unversehrt nach Hause. Dass Gott ihn auferweckt hatte, war für die Gemeinde eine große Ermutigung.

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Wie oft denke ich mir: "Wenn ich solche Dinge wie die Apostel hautnah erleben würde, dann würde ich nie wieder an Gott zweifeln können!" Jemand fällt drei Stockwerke tief, ist erst tot und wird dann durch Gott wieder zum Leben erweckt! Ein Wunder, welches eine ausgesprochen starke Ermutigung für die damaligen Christen war.

Es bewegt mich an dieser Geschichte besonders, dass Eutychus in der Situation aus dem Fenster fiel, als er gerade viele Stunden der Predigt über Jesus Christus zugehört hatte. Er wollte scheinbar Neues über Gott erfahren sowie in seiner persönlichen Beziehung zu Gott und den Christen um ihn herum wachsen. Dann passierte das Unglück. Doch Gott rettete Eutychus und stellte sich sichtbar zu ihm und seinem Leben. Und das auf eine so sichtbare Weise, wie es wahrscheinlich nur möglich sein kann!

Im übertragenen Sinne kann diese Erzählung der ersten Apostel uns auch heute ermutigen: Wenn wir fallen, hält Gott uns. Gott zeigt sich manches Mal sichtbar in unserem Leben, vielleicht auch dann, wenn wir die Hoffnung eigentlich schon aufgegeben haben – wie bei Eutychus, der eigentlich bereits tot war. Wir können niemals tiefer fallen als in Gottes Hand. Bei Eutychus geschah dies tatsächlich körperlich, bei uns eher im Herzen, im Inneren, in unseren Gedanken: Wir können niemals tiefer fallen als in Gottes Hand.