STAYONFIRE

Impuls

Persönlich nachfragen

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Glaubensleben

Johannes

Kapitel 7, Vers 10–​19

JESUS AUF DEM LAUBHÜTTENFEST

10Nachdem seine Brüder nach Jerusalem gereist waren, ging auch Jesus dorthin, allerdings heimlich und ohne öffentlich in Erscheinung zu treten. 11Die führenden Männer des jüdischen Volkes suchten ihn während des Festes und fragten überall: »Wo ist denn dieser Jesus?« 12Auch unter den Festbesuchern wurde viel über ihn gesprochen. Einige hielten ihn für einen guten Menschen, andere wieder behaupteten: »Er verführt das Volk!« 13Aber keiner hatte den Mut, frei und offen seine Meinung über ihn zu sagen. Alle fürchteten sich vor den führenden Männern. 14Als die Festwoche zur Hälfte vorüber war, ging Jesus in den Tempel und lehrte dort öffentlich. 15Die Juden staunten: »Wie kann jemand so viel aus der Heiligen Schrift wissen, obwohl er nicht darin unterrichtet worden ist?« 16Jesus erwiderte auf ihre Frage: »Was ich euch sage, sind nicht meine eigenen Gedanken. Es sind die Worte Gottes, der mich gesandt hat. 17Wer bereit ist, Gottes Willen zu tun, der wird erkennen, ob diese Worte von Gott kommen oder ob es meine eigenen Gedanken sind. 18Wer seine eigene Lehre verbreitet, dem geht es um das eigene Ansehen. Wer aber Anerkennung und Ehre für den sucht, der ihn gesandt hat, der ist vertrauenswürdig und hegt keine falschen Absichten. 19Mose hat euch doch das Gesetz gegeben, aber keiner von euch lebt danach! Mit welchem Recht also wollt ihr mich töten?«

© Biblica, Inc.

Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.

“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.

Weitere Infos →

Was für eine Konfliktsituation! Jesus polarisierte zu seiner Zeit hier auf dieser Erde stark. Es gab die führenden religiösen Leute, die auf keinen Fall wollten, dass Jesus an Macht gewann. Viel zu gefährlich war die Möglichkeit, Menschen an seine Lehren zu binden, die größtenteils auch klar gegen den Leitungsstil der jüdischen Pharisäer sprach. Die Menschen im Volk bildeten sich aber ihre ganz eigene Meinung zu Jesus: Die einen glaubten seinen Worten und die anderen hielten ihn für einen Lügner. Doch anstatt dessen, dass sie offen über ihre Gedanken und Gefühle Jesus gegenüber sprachen, hielten sie sich mit ihren Worten lieber bedeckt. Sie zweifelten und grübelten lieber vor sich selbst darüber hin, wer dieser Jesus Christus denn nun sei: Tatsächlich Gott selbst oder ein religiöser Fanatiker?!

Mich erinnert diese Stelle an mich selbst und an die häufigen Gedanken von uns Menschen heute. Wir zweifeln an dem, was wir über Jesus hören, doch wir bleiben damit lieber allein. Menschen können und wollen uns vielleicht eben auch nicht alle Antworten geben, selbst wenn wir uns ihnen gegenüber öffnen. Aber: Wer Jesus selbst fragt, der wird Antworten auf seine Fragen bekommen! So lesen wir es auch in dieser Stelle (vgl. V. 15-19). Also: Wenn du Fragen an Gott hast, stell sie ihm persönlich im Gebet und bitte ihn, dass er dir (egal, wie) Antworten darauf geben wird.