2. Mose
Kapitel 16, Vers 25–36
MANNA
27Trotzdem versuchten einige Israeliten, am siebten Tag Körner zu sammeln. Doch sie fanden nichts. 28Da sagte der HERR zu Mose: »Wie lange weigert ihr euch noch, meine Gebote und Weisungen zu befolgen? 29Denkt daran, dass ich euch den siebten Tag als Ruhetag gegeben habe; darum versorge ich euch am sechsten Tag mit der doppelten Menge Nahrung. Geht also am Sabbat nicht los, um Körner zu sammeln, sondern bleibt in euren Zelten!« 30Daraufhin hielt das Volk den siebten Tag als Ruhetag ein. 31Die Israeliten nannten die Körner »Manna«. Sie waren weiß wie Koriandersamen und schmeckten gebacken wie Honigkuchen. 32Mose sagte zu den Israeliten: »Der HERR hat befohlen, einen Krug voll Manna für eure Nachkommen aufzubewahren. Sie sollen sehen, womit er euch in der Wüste ernährt hat, nachdem er euch aus Ägypten befreit hatte.« 33Dann wies Mose Aaron an: »Füll zweieinhalb Liter Manna in einen Krug und bewahre es im Heiligtum des HERRN auf, damit es für die kommenden Generationen erhalten bleibt!« 34Aaron gehorchte und stellte den Krug mit dem Manna ins Heiligtum vor die Bundeslade. 35Die Israeliten lebten vierzig Jahre lang von Manna, bis sie an der Grenze Kanaans besiedeltes Land erreichten. 36Damals benutzte man als Hohlmaß ein Fass von 25 Litern und einen Krug, in den ein Zehntel davon passte – zweieinhalb Liter.
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Weitere Infos →Obwohl der Herr angeordnet hatte, am Sabbat nicht hinauszugehen, um die neuartigen Körner zu sammeln, taten es einige Israeliten dennoch in der Hoffnung, welche zu finden (vgl. V. 27). Sie gingen leer aus und fanden nichts. Bemerkenswert menschlich.
Wir mögen uns an den Kopf fassen ("Gott hat doch gesagt, weshalb …") und bemerken dabei den "Balken" vor den eigenen Augen nicht (vgl. Matthäus 7:3). Wohin bewegt sich unsere Gesellschaft? Und damit meine ich ebenso uns Christen. Das, was für frühere Generationen gesetzt war (der 7. Tag als Ruhetag), "weicht" für uns immer mehr auf.
Wir wollen mehr. Schaffen. Verdienen. Erledigen. Unabhängig sein. Von Gott? Scheinbar. Wir meinen, Probleme zu bekommen, wenn wir einen Tag die Beine stillhalten. Die Bibel nennt das "Selbstüberschätzung".
Andere sind familientechnisch und arbeitsbedingt so eingespannt, dass der Sabbat in weite Ferne gerückt ist. Dabei hatte Jesus einmal gesagt: "Der Sabbat wurde doch für den Menschen geschaffen." [Markus 2:27] Die Frage ist, in welche Richtung bewegen wir uns langfristig? Haben wir es nicht auch ein bisschen selbst in der Hand?
Die Israeliten sollten diese Prinzipien den nachfolgenden Generationen weitergeben (vgl. V. 32-33). Ich frage mich, was wir unseren Kindern weitergeben. Stress? Hektik? Rastlosigkeit? Oder sein Gebot und damit auch Ruhe? Diese Frage sollten wir uns heute stellen.