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Impuls

Spürbar enttäuscht

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Glaubensleben

2. Mose

Kapitel 33, Vers 1–​6

OHNE GOTT?

1Der HERR befahl Mose: »Zieh nun weiter von hier! Geh mit dem Volk, das du aus Ägypten herausgeführt hast, in das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob versprochen habe! Damals habe ich ihnen geschworen: ›Euren Nachkommen werde ich das Land geben!‹ 2Und nun will ich einen Engel vor euch hersenden und die Kanaaniter, Amoriter, Hetiter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter vertreiben. 3Ja, zieht nur in das Land, in dem es selbst Milch und Honig im Überfluss gibt! Ich aber werde nicht mit euch kommen, weil ihr ein so starrsinniges Volk seid; ich würde euch sonst unterwegs vernichten!« 4Als die Israeliten diese harten Worte hörten, trauerten sie, und keiner von ihnen legte mehr Schmuck an. 5Denn der HERR hatte Mose befohlen, ihnen zu sagen: »Ihr seid ein starrsinniges Volk! Wenn ich auch nur einen Augenblick mit euch käme, würde ich euch vernichten! Legt nun euren Schmuck ab, dann will ich entscheiden, was mit euch geschehen soll!« 6Da legten die Israeliten am Berg Horeb ihren Schmuck ab.

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Nachdem wir im vergangenen Kapitel einiges erlebt haben – die Israeliten wandten Gott den Rücken zu und Gott fällte ein hartes Urteil –, spüren wir im heutigen Abschnitt sehr deutlich, wie sehr das Verhältnis zwischen Gott und den Israeliten Schaden genommen hatte.

"Der HERR befahl Mose: »Zieh nun weiter von hier! Geh mit dem Volk, das DU aus Ägypten herausgeführt hast, […]«" [1]

Zuvor war der Auszug aus Ägypten immer etwas gewesen, das Gottes Zuspruch und Beistand symbolisierte. "ICH habe euch aus Ägypten herausgeführt!" Doch nun wirkte es so, als wenn Mose das Volk herausgeführt hätte. Zwischen den Zeilen spürt man Gottes Enttäuschung. Doch auch beim Volk Israel brach eine große Trauer aus, nachdem sie hörten, dass der Herr am liebsten nicht mit ihm in das verheißene Land ziehen würde.

"Ich aber werde nicht mit euch kommen, weil ihr ein so starrsinniges Volk seid." [3]

Wie wir bereits wissen, würde er es dennoch tun, denken wir z. B. an Josua. Doch für diesen Augenblick stehen wir vor einem Scherbenhaufen. Der Herr war spürbar enttäuscht.

Als Zeichen ihrer Trauer liegen die Israeliten jeglichen Schmuck ab. Wie würde es weitergehen? Gab es Hoffnung? Würde Gott zu seinem Versprechen vom verheißenen Land stehen? Wir werden es sehen.