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Impuls

Vertrauen & Gehorsam

Lucas Pöpelvon Lucas Pöpel
Berufung

4. Mose

Kapitel 20, Vers 1–​13

Mose und Aaron enttäuschen den Herrn

1Im 1. Monat des Jahres kam das Volk Israel in die Wüste Zin und schlug das Lager in Kadesch auf. Dort starb Mirjam und wurde begraben. 2In Kadesch fanden die Israeliten kein Wasser. Darum gingen sie alle gemeinsam zu Mose und Aaron 3und machten ihrem Unmut Luft: »Ach, wären wir doch auch ums Leben gekommen, als der HERR unsere Brüder sterben ließ! 4Wozu habt ihr das Volk des HERRN in diese Wüste geführt? Doch nur, um uns und unser Vieh verdursten zu lassen! 5Warum habt ihr uns aus Ägypten geholt und an diesen schrecklichen Ort gebracht? Hier wächst nichts: kein Getreide, keine Feigen, keine Trauben und keine Granatäpfel. Nicht einmal Wasser gibt es!« 6Mose und Aaron verließen die versammelte Menge, gingen zum Eingang des heiligen Zeltes und warfen sich dort zu Boden. Da erschien ihnen der HERR in seiner Herrlichkeit. 7Er sprach zu Mose: 8»Nimm deinen Stab! Ruf mit deinem Bruder Aaron das Volk vor dem Felsen dort zusammen! Vor ihren Augen sollt ihr zu dem Stein sprechen! Dann wird Wasser aus ihm herausfließen, und ihr könnt den Menschen und Tieren zu trinken geben.« 9Mose gehorchte und nahm den Stab, der im Heiligtum lag. 10Gemeinsam mit Aaron versammelte er die Israeliten vor dem Felsen und rief: »Passt gut auf, ihr Starrköpfe! Sollen wir euch Wasser aus diesem Felsen holen?« 11Er hob den Stab und schlug zweimal damit gegen das Gestein. Da strömte eine große Menge Wasser heraus. Das ganze Volk und alle Tiere konnten ihren Durst stillen. 12Aber der HERR sprach zu Mose und Aaron: »Ihr habt mir nicht vertraut und mir nicht die Gelegenheit gegeben, mich vor dem Volk als der heilige und mächtige Gott zu erweisen. Stattdessen habt ihr euch selbst in den Mittelpunkt gestellt. Deshalb dürft ihr mein Volk nicht in das Land bringen, das ich ihnen geben werde.« 13Von nun an nannte man die Quelle Meriba (»Vorwurf«), denn die Israeliten hatten hier dem HERRN Vorwürfe gemacht, und er hatte ihnen seine Heiligkeit und Macht gezeigt.

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Das Volk Israel klagte Mose und Aaron an. Es wollte nicht mehr in der Wüste leben und lieber wieder nach Ägypten zurückkehren. Besonders eine Sache fehlte ihm: Wasser. Die beiden Leiter handelten zunächst vorbildhaft. Sie beteten zu ihrem Gott. Dieser gab Mose den Auftrag, dass er zu dem Stein sprechen solle, damit Wasser herausfließen würde. So weit, so gut.

Doch als Mose den Auftrag Gottes ausführen wollte, handelte er sehr eigenmächtig. Er war scheinbar sehr wütend auf das Volk und missachtete in diesem Zug den Befehl Gottes. Anstatt zu sprechen, schlug er aus eigener Kraft auf den Felsen ein. Tatsächlich kam Wasser aus dem Felsen. Das Problem war gelöst. Doch im selben Augenblick wandte sich Gott an seine beiden Leiter:

"Ihr habt mir nicht vertraut und mir nicht die Gelegenheit gegeben, mich vor dem Volk als der heilige und mächtige Gott zu erweisen. Stattdessen habt ihr euch selbst in den Mittelpunkt gestellt. Deshalb dürft ihr mein Volk nicht in das Land bringen, das ich ihnen geben werde." (Num 20:12)

Eine ziemlich harte Strafe. Sie durften nicht ins verheißene Land ziehen, sondern würden ebenfalls in der Wüste sterben. Hieran sehen wir ziemlich genau, was Gott an einem/r Leiter/in wichtig ist. Es geht ihm nicht darum, dass wir einfach nur Probleme lösen, sondern um Vertrauen zu ihm und Gehorsam gegenüber ihm. Genau das hat hier gefehlt.