Apostelgeschichte
Kapitel 15, Vers 1–5
EINE AUSEINANDERSETZUNG
1Eines Tages kamen Gläubige aus Judäa in die Gemeinde von Antiochia. Dort lehrten sie: »Wer sich nicht beschneiden lässt, so wie es in Moses Gesetz vorgeschrieben ist, kann nicht gerettet werden.« 2Paulus und Barnabas widersprachen, und es kam zu einer heftigen Auseinandersetzung. Schließlich beschlossen die Christen in Antiochia, dass Paulus und Barnabas mit einigen anderen aus der Gemeinde zu den Aposteln und Gemeindeleitern nach Jerusalem gehen sollten, um diese Streitfrage zu klären. 3Nachdem die Gemeinde sie verabschiedet hatte, zogen sie durch Phönizien und Samarien. Überall berichteten sie, wie auch die Nichtjuden zu Gott umgekehrt waren, und alle freuten sich darüber. 4In Jerusalem wurden sie von der Gemeinde, den Aposteln und den Leitern herzlich aufgenommen. Dort erzählten sie ebenfalls, was Gott durch sie unter den Nichtjuden getan hatte. 5Aber auch hier forderten einige der Pharisäer, die gläubig geworden waren: »Man muss die Nichtjuden beschneiden und von ihnen verlangen, dass sie das Gesetz von Mose befolgen.«
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Weitere Infos →Als ich ganz frisch zum Glauben an Jesus Christus kam und diese Szene der christlichen Kirchen kennenlernte, dachte ich, dass es keine Uneinigkeiten geben würde. Schließlich gebe es doch diese eine Bibel, in der alles geschrieben steht. Wie könnte es da noch Streitigkeiten bei Glaubensfragen geben? Tja, wie wir wahrscheinlich alle wissen, hatte ich da weit gefehlt. Streitfragen zu Glaubensthemen gehörten immer schon zum christlichen Glauben dazu! So auch in dem Abschnitt von heute. Bereits vor knapp 2.000 Jahren stritten die Apostel Paulus und Barnabas mit anderen Glaubensvertretern darüber, was denn nun alles dafür nötig sei, um wirklich von Gott errettet zu sein.
Diskussionsbedarf über die Inhalte der Bibel wird es wohl immer geben. Kulturelle Prägungen, Traditionen, eigene Erlebnisse, Emotionen, Gedanken ... Sie alle spielen eine Rolle, wenn wir die Bibel lesen. Wir Menschen sind unterschiedlich. Und das ist tatsächlich auch gut so! Es ist total gesund, wenn wir gemeinsam nach der Wahrheit suchen. Wenn wir miteinander über unseren Glauben diskutieren, unsere Zweifel und Sorgen artikulieren. Wir dürfen Gott in unsere Streitfragen einbeziehen und ihn darum bitten, dass er uns Weisheit und Erkenntnis schenken möge. Vielleicht quält dich ein Zweifel an Gott so sehr und du behältst ihn für dich. Doch vielleicht hält bereits eine andere Person die Antwort auf deine Glaubensfrage bereit, die dir Klarheit in dein Gedankenkarussell bringen wird. Sei ermutigt, deine Glaubensfragen anderen Christen zu stellen und mit ihnen ins Gespräch darüber zu kommen! Mancher ist schon genau durch den Prozess gegangen, in dem du dich heute gefangen fühlst.
Geschrieben von Annemieke Müller (annemieke@stayonfire.de)
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