STAYONFIRE

Impuls

Stichwort: "FOMO"

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Berufung

2. Samuel

Kapitel 19, Vers 32–​41

David und Barsillai

32Barsillai, ein Mann aus Gilead, war von Roglim gekommen, um den König über den Jordan zu begleiten und sich dann von ihm zu verabschieden. 33Barsillai war 80 Jahre alt. Er hatte David in Mahanajim mit allem versorgt, was dieser zum Leben brauchte, denn er war sehr reich. 34Jetzt lud der König ihn ein: »Komm mit mir nach Jerusalem an meinen Hof! Es wird dir dort an nichts fehlen.« 35Doch Barsillai lehnte ab: »Ich habe nicht mehr lange zu leben, warum sollte ich da noch nach Jerusalem ziehen! 3680 Jahre bin ich nun schon alt, und es fällt mir schwer, klare Gedanken zu fassen. Ich schmecke kaum noch, was ich esse oder trinke, und den Gesang deiner Sänger und Sängerinnen höre ich nicht mehr gut. Ich würde dir, mein König, doch nur zur Last fallen. 37Nein, deine Einladung kann ich nicht annehmen. Ich will dich nur noch über den Jordan begleiten, 38und dann lass mich zurückkehren! Ich möchte in meiner Heimatstadt sterben, dort, wo schon mein Vater und meine Mutter begraben sind. Doch mein Sohn Kimham kann ja mit dir ziehen und dir dienen. Setz ihn dort ein, wo du ihn gebrauchen kannst.« 39Da antwortete David: »Ja, Kimham soll mit mir kommen. Ich werde alles für ihn tun, was du wünschst. Und wenn ich dir sonst noch Gutes erweisen kann, dann sag es ruhig! Ich erfülle dir jede Bitte.« 40Anschließend überquerte David mit allen Begleitern den Jordan. Er küsste Barsillai zum Abschied und segnete ihn. Der alte Mann kehrte in seine Heimatstadt zurück, 41während David weiter nach Gilgal zog. Kimham ging mit ihm. Der König wurde begleitet von den Männern des Stammes Juda und von der Hälfte der übrigen Israeliten.

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David erwies seine Dankbarkeit ausdrücklich einem Mann gegenüber, der viel Gutes für ihn getan hatte:

"Barsillai war 80 Jahre alt. Er hatte David in Mahanajim mit allem versorgt, was dieser zum Leben brauchte, denn er war sehr reich." [34]

David wollte Barsillai an seinen Königshof bringen, um ihm als Dank für seine Dienste einen schönen Lebensabend zu bescheren. Doch Barsillai winkte ab. Er hatte andere Prinzipien für sich gewählt:

"Ich habe nicht mehr lange zu leben, warum sollte ich da noch nach Jerusalem ziehen! 80 Jahre bin ich nun schon alt, und es fällt mir schwer, klare Gedanken zu fassen. Ich schmecke kaum noch, was ich esse oder trinke, und den Gesang deiner Sänger und Sängerinnen höre ich nicht mehr gut. Ich würde dir, mein König, doch nur zur Last fallen. Nein, deine Einladung kann ich nicht annehmen." [35-37]

Barsillai wollte lieber, dass sein Sohn an seiner Stelle an Davids Hof ginge. Barsillai wollte einen ruhigen Lebensabend in vertrauter Atmosphäre genießen können.

Wie sieht es mit uns aus? Stehen wir zu unseren Prinzipien oder lassen wir uns schnell umstimmen, nur weil wir Angst haben, eventuell etwas zu verpassen (Stichwort: "FOMO")? Barsillai blieb sich selbst treu und schenkte seinem Sohn damit eine große Freude und einen großen Segen für das Leben, das noch vor ihm lag. Barsillai selbst hatte sein Leben bereits zu einem Großteil gelebt.

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