Daniel
Kapitel 11, Vers 15–20
Der König im Norden
15Der König aus dem Norden wird mit seinen Soldaten anrücken, eine befestigte Stadt belagern und sie einnehmen. Das Heer aus dem Süden kann ihm nicht standhalten, sogar die Elitetruppen müssen die Waffen strecken. 16Niemand leistet dem nördlichen Herrscher mehr Widerstand, er kann tun und lassen, was er will. Auch in Israel, dem herrlichen Land, macht er sich breit und hinterlässt dort eine Spur der Verwüstung. 17Er will durch ein Bündnis die Herrschaft über das Südreich erlangen, damit es ihm nicht mehr gefährlich werden kann. Deshalb gibt er dem König des Südens eine seiner Töchter zur Frau. Doch sein Plan wird scheitern. 18Darauf greift er die Küstenländer und Inseln an und bringt viele in seine Gewalt. Doch ein fremder Heerführer stellt sich ihm entgegen und macht seinem Größenwahn ein Ende. 19Darauf zieht sich der König des Nordens in die befestigten Städte seines eigenen Landes zurück. Aber dort wird er gestürzt, und schon bald gerät er in Vergessenheit. 20Sein Nachfolger wird einen Bevollmächtigten durchs Reich schicken, um Steuern einzutreiben und so den Reichtum seines Landes zu vergrößern. Aber schon nach kurzer Zeit wird der König ums Leben gebracht; er fällt jedoch weder im Krieg, noch wird er aus Rache ermordet.«
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Weitere Infos →Zugegeben: Das Buch Daniel ist keine leichte Lektüre. Hinter den vielen Versen, die Prophetien Daniels beschreiben, verbirgt sich aber dennoch eine starke Ermutigung! Nämlich, dass die Bibel tatsächlich wahr und Gottes Wort ist.
Wenn man sich mit Bibelkommentaren zu den Versen von heute beschäftigt, stößt man schnell auf Experten, die sich historisch und theologisch mit jeder Prophetie Daniels auseinandergesetzt und dabei festgestellt haben: Was Daniel hier an Prophetien von Gott empfing, erfüllte sich Jahre nach Daniels Leben tatsächlich für das jüdische Volk.
Hier ein kurzer Einblick: Eine solche Auslegung beschreibt, dass sich die Verse der heutigen Bibelstelle, in denen von Kriegen zwischen verschiedenen Königen die Rede ist, auf eine historische Zeit der Not für die Juden bezog. Diese ereignete sich ca. in den Jahren 250 bis 175 v. Chr. Die Juden lagen mit ihrem Gebiet zwischen den Fronten der besagten Könige. Heute liegen die erwähnten Reiche des beschriebenen Königs des Nordens und des Königs des Südens in Syrien und in Ägypten.
Natürlich wird in den Auslegungen deutlich ausführlicher ins Detail gegangen.
Was uns diese wenn auch komplizierten Auslegungen ganz klar vor Augen halten? Daniel konnte nicht wissen, was sich einige Jahre später für das Volk der Juden ereignen würde. Und doch: Gott sagte es ihm und zeigte damit allen, die von den Prophetien damals – bis hin zu uns heute – erfuhren, wie allmächtig und allwissend er ist!