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Impuls

Himmlische Realität

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Hoffnung

Daniel

Kapitel 10, Vers 1–​14

Daniels letzte Vision

1Im dritten Regierungsjahr des persischen Königs Kyrus wurde Daniel, den man auch Beltschazar nannte, eine Botschaft von Gott offenbart. Sie kündigt eine Zeit großer Not an und wird sich ganz sicher erfüllen. Als Daniel sich noch darum bemühte, die Botschaft zu begreifen, wurde sie ihm in einer Vision erklärt. 2Er berichtet: Damals trauerte ich, Daniel, drei Wochen lang, 3ich verzichtete auf alle erlesenen Speisen und auf Fleisch, trank keinen Wein und verwendete keine wohlriechenden Salböle. 4Am 24. Tag des 1. Monats stand ich am Ufer des Tigris. 5Als ich aufblickte, sah ich einen Mann, der ein weißes Leinengewand mit einem Gürtel aus feinstem Gold trug. 6Sein Leib funkelte wie ein Edelstein, sein Gesicht leuchtete wie ein Blitz, und die Augen glichen brennenden Fackeln. Die Arme und Beine schimmerten wie polierte Bronze, und seine Stimme war so laut wie die Rufe einer großen Menschenmenge. 7Ich war der Einzige, der die Erscheinung wahrnahm. Meine Begleiter konnten sie nicht sehen, doch sie bekamen plötzlich große Angst, liefen davon und versteckten sich. 8So blieb ich allein zurück und spürte, wie mich beim Anblick der beeindruckenden Gestalt alle Kräfte verließen. Ich wurde kreidebleich und konnte mich kaum noch auf den Beinen halten. 9Da fing der Mann an zu sprechen, und als ich seine gewaltige Stimme hörte, verlor ich die Besinnung, fiel um und blieb mit dem Gesicht am Boden liegen. 10Doch eine Hand berührte mich und rüttelte mich wach. Ich konnte auf die Knie gehen und mich mit den Händen abstützen. 11Der Mann sprach zu mir: »Gott liebt dich, Daniel! Steh auf und achte auf meine Worte, denn Gott hat mich zu dir geschickt.« Zitternd stand ich auf. 12»Hab keine Angst!«, ermutigte er mich. »Du wolltest gern erkennen, was Gott tun will, und hast dich vor ihm gedemütigt. Schon an dem Tag, als du anfingst zu beten, hat er dich erhört. Darum bin ich nun zu dir gekommen. 13Aber der Engelfürst des Perserreichs stellte sich mir entgegen und hielt mich einundzwanzig Tage lang auf. Doch dann kam mir Michael zu Hilfe, einer der höchsten Engelfürsten. Ihm konnte ich den Kampf gegen den Engelfürsten der Perser überlassen. 14Jetzt bin ich hier, um dir zu erzählen, wie es in späterer Zeit mit deinem Volk weitergeht. Denn was du nun von mir erfährst, liegt noch in ferner Zukunft.«

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Eine besondere Bibelstelle, die wir in der Bibel so oftmals nicht finden. Daniel begegnete persönlich einem himmlischen Wesen, welches Gott diente. Dieser gab Daniel Einblick in himmlische Realitäten:

"Aber der Engelfürst des Perserreichs stellte sich mir entgegen und hielt mich einundzwanzig Tage lang auf. Doch dann kam mir Michael zu Hilfe, einer der höchsten Engelfürsten. Ihm konnte ich den Kampf gegen den Engelfürsten der Perser überlassen." [13]

Müssen wir das verstehen? Sicherlich nicht als Menschen. Doch dieser Bibelvers gibt uns Einblick in die geistliche Realität, die wir nicht wahrnehmen können, die Gott aber dennoch erschaffen hat. In der Bibel lesen wir an einigen Stellen davon, dass Gottes Engel den Auftrag haben, uns zu behüten und zu leiten. Und an dieser Stelle begegnete er Daniel persönlich.

Das himmlische Wesen kam auf den Befehl Gottes hin zu Daniel:

"Du wolltest gern erkennen, was Gott tun will, und hast dich vor ihm gedemütigt. Schon an dem Tag, als du anfingst zu beten, hat er dich erhört. Darum bin ich nun zu dir gekommen." [12]

Die Ermutigung für uns: Wir wissen nicht, was hinter den Kulissen dieser Welt geschieht. Wir wissen nicht, inwiefern Gott schon im für uns noch Verborgenen arbeitet. So wie hier: Gott hatte Daniels Gebet längst erhört und die Hilfe geschickt. Und jetzt endlich konnte Daniel dies auch erleben.