Daniel
Kapitel 4, Vers 1–15
Das Gottesbild
1Ich, Nebukadnezar, lebte glücklich und zufrieden im königlichen Palast. 2Doch eines Tages, als ich auf meinem Bett lag und schlief, hatte ich einen schrecklichen Traum. Was ich darin sah, jagte mir große Angst ein. 3Da ließ ich alle weisen Berater rufen. Sie sollten mir diesen Traum deuten. 4Als die Wahrsager, Geisterbeschwörer, Sterndeuter und Magier vor mir standen, schilderte ich ihnen meinen Traum. Doch keiner konnte mir erklären, welche Botschaft er enthielt. 5Zuletzt trat Daniel vor mich, der nach meinem Gott Bel den Namen Beltschazar bekommen hatte. In ihm wohnt der Geist der heiligen Götter. Auch ihm erzählte ich meinen Traum: 6»Beltschazar«, sagte ich, »dich habe ich über alle Wahrsager gesetzt, weil ich weiß, dass der Geist der heiligen Götter in dir wohnt. Es gibt kein Geheimnis, das du nicht aufdecken kannst. Sag mir doch, was die Bilder bedeuten, die ich im Traum gesehen habe! 7Ich träumte, in der Mitte der Erde stehe ein Baum von gewaltiger Höhe. 8Er wuchs und wurde immer größer, bis sein Wipfel den Himmel berührte. Noch vom äußersten Ende der Erde aus konnte man ihn sehen. 9Er besaß prächtige Blätter und trug viele Früchte. Den wilden Tieren bot er Schatten und Schutz, in seinen Zweigen nisteten die Vögel. Alle Menschen und Tiere ernährten sich von seinen Früchten. 10Während ich den Baum betrachtete, kam plötzlich vom Himmel ein Engel Gottes herab. 11Er rief laut: ›Fällt den Baum und hackt seine Äste ab! Reißt die Blätter herunter und verstreut die Früchte überall! Die Tiere, die in seinem Schatten leben, und die Vögel, die in seinen Zweigen nisten, jagt in die Flucht! 12Den Wurzelstock aber lasst stehen und bindet ihn mit Ketten aus Eisen und Bronze auf der Wiese fest. Der Mensch, den dieser Wurzelstock darstellt, soll vom Tau durchnässt werden und sich wie ein Tier von Gras ernähren. 13Er wird seinen menschlichen Verstand verlieren und einem Tier gleichen. Sieben Zeiträume lang soll dies dauern! 14So wurde es im Rat der heiligen Engel beschlossen, damit die Menschen erkennen: Der höchste Gott ist Herr über alle Königreiche der Welt. Er vertraut die Herrschaft an, wem er will, selbst dem unbedeutendsten Menschen kann er sie geben.‹ 15Das alles habe ich geträumt. Und nun erkläre mir, was es bedeutet, Beltschazar! Alle meine Berater sind unfähig dazu. Doch du kannst es, weil der Geist der heiligen Götter in dir wohnt.«
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Weitere Infos →Und mal wieder hatte König Nebukadnezar einen furchtbaren Traum. Ein Traum, der tatsächlich Realität werden sollte, wie wir in den nächsten Tagen gemeinsam in der App lesen werden.
Nebukadnezar wusste eines: Nur Daniel, den er Beltschazar nennen ließ, konnte ihm diesen Traum deuten. Der König hatte mit Daniel schon viele beeindruckende Erfahrungen gemacht, die ihm zeigten, dass Daniel besondere Weisheit besaß, die keiner seiner Traumdeuter und Weissager vorweisen konnte.
Daniel hatte diese Begabung von Gott bekommen. Das Talent von großer Weisheit kam von Gott selbst. Und Daniel vergeudete es nicht. Daniel setzte seine Gabe für den Plan Gottes ein, wie wir in seiner gesamten Geschichte im biblischen Buch Daniel lesen können.
Wie gehen wir mit Talenten und Begabungen um? Wenn wir etwas besonders gut können, nutzen wir das für Gott? Oder wollen wir selbst möglichst viel Profit daraus schlagen? Wie auch immer es gerade bei dir darum steht: Bitte Gott doch heute, jetzt in diesem Moment darum, deine Gaben und Talente richtig einsetzen zu können und dass er dir den Weg ebnen möge, deine Begabungen für ihn weiter auszubauen. Denn Gott hat sie dir schließlich gegeben.