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Impuls

Nur das befreit!

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Glaubensleben

Daniel

Kapitel 9, Vers 1–​8

Daniel bekennt die Schuld

1Der Meder Darius, der Sohn von Xerxes, war König von Babylonien geworden. 2In seinem 1. Regierungsjahr forschte ich, Daniel, in den heiligen Schriften. Ich las dort, wie der HERR dem Propheten Jeremia ankündigte, dass Jerusalem siebzig Jahre in Trümmern liegen würde. 3Da wandte ich mich mit Bitten und Flehen an den Herrn, meinen Gott, ich fastete, zog ein Trauergewand an und streute Asche auf meinen Kopf. 4Ich bekannte dem HERRN die Schuld unseres Volkes: »Ach, Herr, du großer und ehrfurchtgebietender Gott! Du hältst deinen Bund mit uns und erweist allen deine Güte, die dich lieben und nach deinen Geboten leben. 5Doch wir haben gegen dich gesündigt und großes Unrecht begangen, als wir dir den Rücken kehrten! Ja, wir haben uns gegen dich aufgelehnt und deine Gebote und Weisungen umgangen. 6Die Mahnungen deiner Diener, der Propheten, schlugen wir in den Wind, dabei haben sie in deinem Auftrag zu unseren Vorfahren, unseren Königen, den führenden Männern und zum ganzen Volk gesprochen. 7Du, Herr, hast recht gehandelt, wir haben es verdient, dass du uns so schwer bestraft und in andere Länder vertrieben hast. Wir müssen heute beschämt vor dir stehen: die Bewohner von Juda und Jerusalem und alle vertriebenen Israeliten nah und fern. Unser ganzes Volk hat dir die Treue gebrochen. 8HERR, wir haben schwere Schuld auf uns geladen: unsere Könige, die führenden Männer und auch unsere Vorfahren. Dafür schämen wir uns in Grund und Boden.

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Daniel war ein Mann Gottes. In seinem Herzen schlug die lebendige Beziehung zu seinem Herrn. Sicherlich war Daniel auch nicht in allem perfekt. Klar, er blieb ein Mensch! Ein Mensch, der niemals wirklich "perfekt" sein kann. Gleichermaßen erkannte Daniel auch, dass nicht nur er allein Mist bauen konnte, sondern sein gesamtes Volk vor Gott Schuld auf sich geladen hatte. Und was tat Daniel?

Er verschwieg die Schuld nicht. Er ging nicht einfach darüber hinweg und klopfte sie sich quasi von den Schultern ab. Stattdessen ging Daniel auf Gott zu. In der Erkenntnis dessen, was sein Volk falsch gemacht hatte, trat er vor Gott. Mutig und entschlossen, Gott um Vergebung zu bitten.

Dabei sprach Daniel die Realität auch nicht etwa rosiger, als sie war. Nein, Daniel sagte Gott alles genau so, wie es gewesen war. Er schämte sich dafür. Dennoch war er authentisch und ehrlich genug, vor Gott noch einmal alles zu gestehen. In der Gewissheit, dass Gott vergeben würde.

Wie gehen wir mit unserer eigenen Schuld um? Kaschieren wir die Fehler vor Gott, obwohl dieser doch sowieso schon alles weiß? Haben wir den Mut, ehrlich vor Gott zu treten und ihm alles noch einmal zu sagen? Ungeschönt. Und dann in dem tiefen Vertrauen, dass er uns vergeben wird.

Nur das befreit. Nur das macht das Herz leichter, nachdem die Fehler passiert sind. Und Gott vergibt dir gern!