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Impuls

Am wunden Punkt

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Glaubensleben

Daniel

Kapitel 6, Vers 1–​10

Nichts in der Hand

1Nach Belsazars Tod wurde der Meder Darius König von Babylonien. Er war zweiundsechzig Jahre alt, als er die Herrschaft antrat. 2Darius beschloss, hundertzwanzig Statthalter über die Provinzen seines Reiches einzusetzen. 3Sie waren drei hohen Beamten am Hof unterstellt, denen sie Rechenschaft geben mussten. Die drei vertraten die Interessen des Königs. Einer von ihnen war Daniel. 4Bald stellte sich heraus, dass Daniel weitaus klüger und begabter war als die anderen Beamten und die Statthalter. Der König dachte sogar daran, ihm die Verwaltung des ganzen Reiches zu übertragen. 5Da suchten die anderen führenden Männer nach einem Grund, um Daniel anklagen zu können. Er übte sein Amt jedoch so gewissenhaft aus, dass sie ihm nicht das kleinste Vergehen nachweisen konnten; er war weder nachlässig noch bestechlich. 6Da sagten sie sich: »Wir haben nichts gegen Daniel in der Hand, es sei denn, wir finden in seinem Glauben etwas Anstößiges!« 7Sie eilten zum König und begrüßten ihn: »Lang lebe König Darius! 8Wir kommen von einer gemeinsamen Beratung aller obersten Beamten, Verwalter, Statthalter und deren Stellvertreter. Wir schlagen dir vor, dass du folgende Anordnung erlässt und alles tust, um sie durchzusetzen: Wer in den kommenden dreißig Tagen eine Bitte an irgendeinen Gott oder Menschen richtet außer an dich, o König, soll in die Löwengrube geworfen werden. 9Damit das Verbot nach dem Gesetz der Meder und Perser von keinem widerrufen werden kann, sollte es in einer Urkunde festgehalten werden.« 10Da ließ Darius den Erlass niederschreiben, und das Verbot trat in Kraft.

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Und da ist er mal wieder: der gute alte Neid. Daniel war klüger und begabter als die anderen führenden Männer im Volk. Es war logisch, dass sie ihn aus dem Weg schaffen mussten. Nur wie? Daniel hatte eine reine Weste, wie man so schön sagt.

Da fiel es ihnen ein! Daniel war doch solch ein gläubiger Mann. Also müsste man ihn dort angreifen, wo eben sein wunder Punkt war: bei seinem Glauben an Gott. Hier würde Daniel keinen Spaß verstehen und sich nur an die Gebote seines Gottes halten.

Also planten die Männer eine List und schlugen dem König vor:

"Wir schlagen dir vor, dass du folgende Anordnung erlässt und alles tust, um sie durchzusetzen: Wer in den kommenden dreißig Tagen eine Bitte an irgendeinen Gott oder Menschen richtet außer an dich, o König, soll in die Löwengrube geworfen werden." [8]

Die Männer ahnten, dass Daniel selbstverständlich zu Gott beten und niemals den König als Gott verehren würde. Wie würde Gott Daniel nun helfen? In seinem bisherigen Leben hatte Gott sich schon oft erwiesen, wie wir bereits gemeinsam hier in der App gelesen haben. Was würde nun geschehen? Wir dürfen Gottes Eingreifen erwarten …