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Impuls

Über Generationen hinweg

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Hoffnung

Daniel

Kapitel 5, Vers 1–​12

Eine rätselhafte Schrift

1Eines Tages, als Belsazar König von Babylonien war, gab er ein großes Fest für die tausend führenden Männer seines Reiches. Der Wein floss in Strömen. 2Im Rausch ließ Belsazar die goldenen und silbernen Gefäße holen, die sein Vorgänger Nebukadnezar aus dem Tempel in Jerusalem geraubt hatte. Alle sollten daraus trinken: er selbst, seine Gäste, seine Frauen und Nebenfrauen. 3Man brachte die geraubten Gefäße, und alle tranken daraus. 4Dabei rühmten sie die babylonischen Götter aus Gold, Silber, Bronze, Eisen, Holz und Stein. 5Plötzlich erschien an der getünchten Wand des Festsaals eine Hand. Gerade dort, wo das Licht des Leuchters auf die Wand fiel, schrieb sie einige Worte nieder. Als Belsazar die Hand sah, 6wurde er vor Schreck kreidebleich. Er sackte in sich zusammen und begann am ganzen Leib zu zittern. 7»Holt die Geisterbeschwörer, die Sterndeuter und Magier!«, rief er laut. Als die babylonischen Gelehrten kamen, versprach er ihnen: »Wer die Schrift an der Wand lesen und mir sagen kann, was sie bedeutet, erhält eine hohe Auszeichnung: Er darf purpurfarbene Gewänder tragen wie ein König, er bekommt eine goldene Kette um den Hals, und ich ernenne ihn zum drittmächtigsten Mann im ganzen Reich!« 8Die Berater des Königs traten näher, aber keiner von ihnen konnte die Schrift entziffern oder gar deuten. 9Belsazar wurde immer bleicher, die Angst schnürte ihm die Kehle zu. Auch alle führenden Männer, die er um sich versammelt hatte, packte das Entsetzen. 10Die Unruhe im Festsaal drang bis ans Ohr von Belsazars Mutter. Sie kam herein und sagte: »Lang lebe der König! Warum bist du so bleich vor Angst? Du brauchst dich nicht zu fürchten, denn ich weiß einen Rat. 11Es gibt in deinem Reich einen Mann, in dem der Geist der heiligen Götter wohnt. Schon zur Zeit des früheren Königs Nebukadnezar bewies er so große Einsicht und Weisheit, wie sie eigentlich nur Götter haben, die verborgene Dinge ans Licht bringen können. Dein Vorgänger hatte ihn zum obersten aller Wahrsager, Geisterbeschwörer, Sterndeuter und Magier gemacht. 12Lass ihn jetzt rufen! Sein Name ist Daniel, Nebukadnezar nannte ihn Beltschazar. Dieser Mann besitzt außergewöhnliche Weisheit und kann Träume deuten. Er löst jedes Rätsel und wird mit den größten Schwierigkeiten fertig. Er soll dir die Schrift deuten.«

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Nun gab es einen neuen König in Babylonien. Sein Name war Belsazar. Und was machte dieser König? Er verehrte wieder alle möglichen Götter und Götzen, die alle nicht der einzig wahre Gott waren. Und was geschah? Er wurde von der Angst gepackt, als plötzlich eine Schrift an der Wand auftauchte. Die Bibel warnt an zahlreichen Stellen davor, sich auf Götter einzulassen, die nichts mit dem Gott der Bibel zu tun haben. Okkultismus führt nie zu etwas Gutem, sondern zu Angst im eigenen Leben und anderen schrecklichen Konsequenzen.

Doch Belsazar konnte Hoffnung in all dem haben. Daniel, der vom vorherigen König Beltschazar genannt worden war, hatte sich bereits vor Jahren einen Namen im Volk gemacht. Davon haben wir in den vorhergehenden Kapiteln gemeinsam gelesen. Daniel war ein Mann des einzig wahren Gottes. Daher hatte er auch Weisheit von Gott selbst, mit der sich die Magier und Geisterbeschwörer im Volk nicht messen konnten.

Daniel wurde nun zum neuen König Belsazar gerufen. Und auch hier würde sich die Macht Gottes zeigen und auch, dass der Gott der Bibel der einzig wahre ist und als einziger anbetungswürdig ist und bleibt. Wir dürfen gespannt sein, wie Gott sich dieses Mal erweisen würde …