STAYONFIRE

Impuls

So wird es kommen

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Glaubensleben

Daniel

Kapitel 11, Vers 28–​39

Bedrängnis und Verführung

28Zunächst macht sich der König aus dem Norden mit reicher Beute auf den Heimweg. Unterwegs greift er das Volk an, mit dem Gott selbst einen heiligen Bund geschlossen hat. Nachdem er dort gewütet hat, kehrt er in sein eigenes Land zurück. 29Nach einer bestimmten Zeit versucht er wieder, das Südreich zu erobern. Doch diesmal wird es ihm anders ergehen als bei seinem ersten Feldzug: 30Schiffe aus einem Land im Mittelmeer bedrohen ihn, er verliert den Mut und tritt den Rückzug an. Seine Wut darüber lässt er an Gottes Volk aus. Er zieht alle auf seine Seite, die bereit sind, den heiligen Bund mit Gott zu brechen. 31Seine Truppen entweihen den Tempel und seine Festung, schaffen die täglichen Opfer ab und führen einen abscheulichen Götzendienst ein. 32Alle, denen Gottes Bund mit Israel schon immer gleichgültig war, verführt er mit schönen Worten dazu, sich endgültig von Gott abzuwenden. Die anderen aber, die ihren Gott kennen und lieben, bleiben standhaft. 33Weise und Verständige aus dem Volk werden vielen den richtigen Weg zeigen. Darum wird man sie eine Zeit lang mit Feuer und Schwert verfolgen, sie gefangen nehmen und ihren Besitz rauben. 34In dieser Bedrängnis erfahren sie zwar auch ein wenig Hilfe, aber viele schließen sich ihnen nur zum Schein an. 35Selbst von den Weisen und Verständigen kommen manche zu Fall, doch es dient ihrer Läuterung. Gott will sie durch diese schwere Zeit prüfen, damit ihr Glaube sich bis zum Ende bewährt. Doch noch ist das Ende nicht da. 36Der König kann tun und lassen, was er will. Ja, er ist so vermessen, sich über die Götter zu erheben; sogar den höchsten Gott verhöhnt und verspottet er. Doch er wird nur so lange Erfolg damit haben, bis Gottes Zorn über sein Volk gestillt ist, denn niemand kann Gottes Pläne durchkreuzen. 37Der König macht sich nichts aus den Göttern seiner Vorfahren. Nicht einmal der Lieblingsgott der Frauen oder irgendein anderer bedeutet ihm etwas, denn er bildet sich ein, mächtiger als sie alle zu sein. 38Er dient lieber dem Gott der Festungen, den seine Vorfahren nie gekannt haben, und bringt ihm Gold und Silber dar, Edelsteine und andere wertvolle Gaben. 39Im Namen dieses fremden Gottes bezwingt er selbst die stärksten Festungen. Wer ihn als Herrscher anerkennt, den überhäuft er mit großen Ehren, er teilt ihm Land zu und lässt ihn über viele Menschen regieren.

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Die Beschreibungen, die Daniel hier um das 6. Jahrhundert v. Chr. gemacht hat, sind so konkret und detailliert, dass einige kritische Bibelausleger zu dem Schluss kommen, dass das Buch Daniel wahrscheinlich später geschrieben wurde. Also erst, nachdem bzw. während all diese Dinge wirklich geschahen. Das wäre dann (vermutlich) im 2. Jahrhundert v. Chr. in der Zeit des Seleukidenkönig Antiochus IV. Epiphanes gewesen.

Spannend, oder? Wir bei STAYONFIRE glauben, dass Gott selbst sein Wort und damit auch Daniel inspiriert hat. Wenn Gott es wollte, dann konnte er auch Daniel ganz genau sagen, was geschehen würde. Gott ist nicht auf unsere menschliche Weisheit beschränkt.

Dennoch ist es wirklich unfassbar. Das wäre so, als würde ich dir ganz genau sagen, was in den nächsten Jahrhunderten mit China, Russland, den USA, der Ukraine, Israel und dem Iran passieren wird, um nur einige Länder zu nennen.

Was kann das für uns heute bedeuten? Ich möchte dir zwei Tatsachen in Erinnerung rufen:

  • Gott kennt die Zukunft. Er weiß, was geschehen wird. Wenn etwas Dramatisches geschieht, ist er nicht überrascht. Im Gegenteil, er weiß schon, wie er dich durchbringen wird. Vertraust du ihm?
  • Die Versuchung, anderen Göttern zu folgen (die es auch heute noch gibt, wenn auch nicht immer ganz plastisch aus Stein), ist real. Es braucht Mut und Gottes Kraft, um bei seinem Glauben und seinen Werten zu bleiben. Nicht jeder wird dabeibleiben.

Bete, dass Gott dich stark macht.