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Impuls

Ein echter Dialog

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Glaubensleben

Daniel

Kapitel 9, Vers 9–​19

Herr, vergib uns!

9Doch du, Herr, unser Gott, bist voller Erbarmen; bei dir finden wir Vergebung, obwohl wir von dir nichts mehr wissen wollten. 10Wir haben uns taub gestellt, wir haben nicht auf deine Diener, die Propheten, gehört, die uns deine Gebote weitergegeben haben. 11Ganz Israel hat deine Weisungen missachtet und deine Worte in den Wind geschlagen. Deshalb hat uns nun dein Fluch getroffen, den du im Gesetzbuch deines Dieners Mose allen angedroht hast, die sich gegen dich auflehnen. 12Noch nie ist über ein Volk ein solches Unheil hereingebrochen, wie es die Menschen in Jerusalem jetzt erleben. Du hast deine Drohungen gegen uns und unsere führenden Männer wahr gemacht! 13Ja, du hast uns ins Unglück gestürzt, wie es im Gesetzbuch des Mose angekündigt ist. Und wir haben auch nichts unternommen, um dich wieder gnädig zu stimmen, HERR, unser Gott. Wir sind nicht von unseren falschen Wegen umgekehrt und haben uns nicht an deine Wahrheit gehalten. 14Darum warst du entschlossen, uns die Folgen spüren zu lassen. Unsere Strafe war gerecht, so wie alles, was du tust, HERR, unser Gott. Wir aber wollten nicht auf dich hören. 15Ja, Herr, wir haben gesündigt und dir den Rücken gekehrt. Du bist unser Gott, du hast uns, dein Volk, mit starker Hand aus Ägypten befreit. So hast du deinen Namen in aller Welt bekannt gemacht, noch heute spricht man von deinen Taten. 16Immer wieder hast du deine Gerechtigkeit und Treue unter Beweis gestellt. Sei nicht länger zornig über deine Stadt Jerusalem und über deinen heiligen Berg Zion! Schon unsere Vorfahren haben große Schuld auf sich geladen, und auch wir haben weiter gegen dich gesündigt. Jetzt sind Jerusalem und unser ganzes Volk zum Gespött aller Nachbarvölker geworden. 17Herr, höre doch jetzt, wenn ich zu dir flehe! Unser Gott, blicke wieder freundlich auf dein Heiligtum! Es geht um deine Ehre! 18Wende dich mir zu und erhöre mich, du, mein Gott! Öffne deine Augen und sieh, wie es um uns steht: Die Stadt, die deinen Namen trägt, liegt in Trümmern. Wir flehen zu dir, nicht weil wir deine Hilfe verdient hätten, sondern weil du gnädig und barmherzig bist. 19Herr, vergib uns! Greif ein und handle! Um deiner eigenen Ehre willen zögere nicht länger, Herr, es geht um deine Stadt und dein Volk.«

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Daniels Dialog mit Gott ist bewegend. Beim Lesen fällt auf, wie persönlich Daniels Glaubensbeziehung zu Gott war. Es war ein echtes Gespräch, bei dem über die Vergangenheit gesprochen wurde. Daniel brachte Gott gegenüber Verständnis auf, wie er sich gegenüber seinem Volk verhalten hatte und welche Konsequenzen das Fehlverhalten des Volkes eben haben musste. Das zeigt echte Stärke, Respekt und Persönlichkeit innerhalb des Glaubens Daniels.

"Herr, vergib uns! Greif ein und handle! Um deiner eigenen Ehre willen zögere nicht länger, Herr, es geht um deine Stadt und dein Volk." [19]

Dieses Schlussplädoyer des Gebets Daniels ist aussagekräftig. Daniel brachte auf den Punkt, was das Volk für Gott bedeutete. Daniel sprach Gott direkt an und bat ihn inständig darum, nun einzugreifen und seinem Volk zu helfen. Denn Gottes Ehre selbst stand auf dem Spiel.

Die Verse für heute zeigen, wie persönlich und echt wir mit Gott sprechen dürfen. Gott ist kein entfernter, anonymer Gott, den man nicht kennen könnte. Gott möchte in dieser persönlichen und intensiven Beziehung mit jeder und jedem von uns leben! Er möchte, dass wir mit ihm in einen echten Dialog gehen, wie Daniel es hier tat. Sei ermutigt dazu, mit Gott heute zu sprechen, als würde er direkt vor dir sitzen. Vielleicht bei einer Tasse Kaffee. Und dann bringe ihm deine Anliegen – ehrlich, persönlich und echt.