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Impuls

Wann endlich?

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Hoffnung

2. Mose

Kapitel 8, Vers 16–​28

DAS

4. STRAFGERICHT: FLIEGEN 16Der HERR befahl Mose: »Mach dich morgen früh auf den Weg und tritt dem Pharao entgegen, wenn er zum Fluss hinuntergeht! Richte ihm in meinem Namen aus: Lass mein Volk ziehen, es soll mir dienen! 17Wenn du dich weigerst, werde ich Schwärme von Fliegen auf dich und deine Beamten loslassen. Sie werden dein Volk plagen und kein Haus verschonen. Ja, eure Häuser füllen sich mit Fliegen, und auch der Erdboden ist von ihnen bedeckt! 18Nur die Provinz Goschen, in der mein Volk wohnt, werde ich verschonen. Dort wird keine einzige Fliege zu finden sein. Daran sollst du erkennen, dass ich der HERR bin, auch hier in diesem Land! 19Ich werde mein Volk vor den Fliegenschwärmen verschonen, aber dein Volk werden sie gnadenlos plagen. Schon morgen soll dies geschehen!« 20Der HERR tat, was er gesagt hatte. Er ließ riesige Fliegenschwärme kommen, die den Königspalast, die Häuser der Hofbeamten und ganz Ägypten überzogen und schweren Schaden anrichteten. 21Da rief der Pharao Mose und Aaron zu sich und sagte: »Ihr dürft losziehen und eurem Gott Opfer darbringen – bleibt aber hier im Land!« 22»Das geht nicht«, erwiderte Mose, »es wäre für die Ägypter abscheulich, mit ansehen zu müssen, was wir dem HERRN, unserem Gott, opfern. Sie würden uns vor Empörung steinigen! 23Darum wollen wir drei Tagereisen weit in die Wüste ziehen, dort Tiere schlachten und sie dem HERRN, unserem Gott, als Opfer darbringen. Das hat er uns befohlen!« 24»Gut«, lenkte der Pharao ein, »ihr dürft in die Wüste gehen und dort dem HERRN, eurem Gott, opfern. Nur entfernt euch nicht zu weit, und betet auch für mich!« 25Mose versprach: »Sobald ich den Palast verlassen habe, werde ich zum HERRN beten. Ab morgen werden die Fliegenschwärme euch nicht mehr quälen, weder dich noch deine Beamten noch dein Volk. Doch täusche uns nicht wieder! Du hast uns erlaubt, loszuziehen und dem HERRN Opfer darzubringen. Das darfst du nicht wieder zurücknehmen!« 26Mose verließ den Pharao und betete zum HERRN. 27Der HERR erhörte seine Bitte und befreite den Pharao, seine Hofbeamten und das ganze ägyptische Volk von der Plage. Nicht eine Fliege blieb übrig. 28Doch auch dieses Mal änderte der Pharao seine Meinung und ließ die Israeliten nicht gehen.

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Nun erschien es so, als hätte der Pharao tatsächlich seine Meinung zugunsten der Israeliten geändert: Er tat so, als wollte er den Israeliten endlich entgegenkommen und sie aus der Sklaverei hinaus entlassen, sodass sie ihrem Glauben an Gott wieder vernünftig nachgehen dürften und überhaupt wieder ein menschenwürdiges Leben führen könnten. Aber all dem war doch nicht so: Der Pharao wollte einfach nur, dass auch diese weitere Plage, nun waren es Fliegen, sein Land verließ. Dabei war gerade diese Fliegenplage die Strafe für den Pharao, sich nicht Gottes Willen zu unterwerfen und das Volk Israel aus der Sklaverei nicht zu entlassen. Mose und Aaron hielten sich an den Deal und beteten für den Pharao und sein Land. Gott nahm daraufhin die Fliegenplage von Ägypten. Doch an seinen Teil der Abmachung hielt sich der Pharao nicht: Er ließ die Israeliten wieder nicht ziehen …

Ganz ehrlich: Wie sollte das hier weitergehen? Der Pharao stellte sich nach wie vor stur. Was für eine Entmutigung muss das für Mose, Aaron und all die anderen Israeliten gewesen sein! Gott hatte ihnen doch die Freiheit verheißen. Davon merkten sie bislang jedoch herzlich wenig.

Wie ermutigend zu wissen: Gott würde sein Wort einhalten! Keine Sturheit des Pharaos, kein Herrscher dieser Welt kann Gott stoppen! Davon dürften wir in den nächsten Wochen noch viel lesen. 😊