Psalm
Kapitel 78, Vers 12–23
Gott versorgt trotzdem
12Ja, schon ihre Vorfahren hatten seine Wunder erlebt, damals in Ägypten im Gebiet von Zoan. 13Er teilte das Meer und ließ sie hindurchziehen, das Wasser türmte er auf wie einen Wall. 14Am Tag führte er sie mit einer Wolke und in der Nacht mit hellem Feuerschein. 15In der Wüste spaltete er Felsen und gab ihnen Wasser aus der Tiefe in Hülle und Fülle. 16Ganze Bäche brachen aus den Felsspalten hervor und stürzten herab wie ein Wasserfall. 17Aber unsere Vorfahren sündigten weiter gegen Gott, den Höchsten, dort in der Wüste lehnten sie sich gegen ihn auf. 18Sie forderten Gott heraus und verlangten von ihm die Speise, auf die sie gerade Lust hatten. 19Voller Misstrauen fragten sie: »Ist Gott denn überhaupt in der Lage, uns hier in der Wüste den Tisch zu decken? 20Den Felsen hat er zwar gespalten, und das Wasser floss in Strömen heraus – aber kann er auch Brot herbeischaffen, kann er für sein Volk Fleisch auftreiben?« 21Als der HERR das hörte, wurde er zornig auf Israel; sein Zorn über sie entflammte wie ein zerstörendes Feuer. 22Denn sie glaubten ihm nicht und rechneten nicht mit seiner Hilfe. 23Dennoch gab er den Wolken Anweisungen und öffnete die Schleusen des Himmels.
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Weitere Infos →Die Menschen verhielten sich falsch, doch Gott half ihnen trotzdem. Ich denke, das ist solch ein Satz, den man über den Psalm für heute schreiben könnte. Er erzählt davon, wie die Israeliten immer und immer wieder von Gott gesegnet wurden. Sie wurden aus der ägyptischen Gefangenschaft befreit und von Gott während der Flucht in der Wüste versorgt. Doch diese göttliche Versorgung reichte ihnen nicht. Sie wollten es so haben, wie sie es sich wünschten: Noch leckereres Essen, noch bequemere Bedingungen. Sie meckerten über ihre Lage und vergaßen dabei augenscheinlich all die Wunder und Segnungen, die Gott ihnen bereits geschenkt hatte.
Wie oft geht es uns so? Ganz ehrlich, müssen wir uns da nicht alle an die eigene Nase fassen? Wir meckern über das Studium, weil die Prüfungen so anstrengend sind, doch wollten wir noch vor einem Jahr genau in diesen Studiengang starten. Wir beschweren uns über die alltäglichen Probleme in unserer Ehe, dabei haben wir uns als Single so sehr eine Partnerschaft gewünscht. Wir wollen gerade nur in Ruhe allein sein, dabei hatten wir uns in der Einsamkeit neue Freundschaften herbeigesehnt …
Wie wäre es, wenn du dir heute bewusst einen Moment Zeit nimmst und Gott für all seine Versorgung in deinem Leben dankst? Was nervt dich gerade, was aber eigentlich Teil einer Gebetserhörung ist? Stell dich mal dieser Frage.