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Impuls

Welcher Bodentyp bist du?

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Identität

Lukas

Kapitel 8, Vers 4–​15

DAS GLEICHNIS VOM BAUERN

4Als wieder einmal eine große Menschenmenge aus allen Städten zusammengekommen war, erzählte Jesus dieses Gleichnis: 5»Ein Bauer ging aufs Feld, um sein Getreide auszusäen. Als er die Körner ausstreute, fielen ein paar von ihnen auf den Weg. Sie wurden zertreten und von den Vögeln aufgepickt. 6Andere Körner fielen auf felsigen Boden. Sie gingen zwar auf, aber weil es nicht feucht genug war, vertrockneten die Pflänzchen. 7Wieder andere Körner fielen mitten ins Dornengestrüpp. Dieses schoss zusammen mit der jungen Saat in die Höhe, so dass es sie schließlich erstickte. 8Die übrigen Körner aber fielen auf fruchtbaren Boden, gingen auf und brachten das Hundertfache der Aussaat als Ertrag.« Nachdem Jesus das gesagt hatte, rief er: »Wer Ohren hat, der soll auf meine Worte hören!« 9Später fragten ihn seine Jünger, was dieses Gleichnis bedeute. 10Jesus antwortete ihnen: »Euch lässt Gott die Geheimnisse seines Reiches verstehen. Die anderen aber erfahren das alles nur durch Gleichnisse. Denn sie sollen sehen, aber nicht erkennen, sie sollen hören, aber nicht verstehen. 11Das Gleichnis bedeutet Folgendes: Die Saat ist Gottes Botschaft. 12Die Menschen, bei denen die Saatkörner auf den Weg fallen, haben die Botschaft zwar gehört. Aber dann kommt der Teufel und nimmt sie ihnen aus dem Herzen, damit sie nicht glauben und gerettet werden. 13Andere Menschen wiederum sind wie der felsige Boden: Sie hören die Botschaft und nehmen sie mit Begeisterung an. Aber ihr Glaube hat keine starken Wurzeln. Eine Zeit lang halten sich diese Menschen zu Gott, doch wenn ihr Glaube dann auf die Probe gestellt wird, wenden sie sich wieder davon ab. 14Noch andere Menschen gleichen dem von Dornengestrüpp überwucherten Boden: Sie hören die Botschaft zwar, doch dann kommen die Sorgen des Alltags, die Verführung durch den Wohlstand und die Vergnügungen des Lebens und ersticken Gottes Botschaft, so dass keine Frucht daraus entstehen kann. 15Aber dann gibt es auch Menschen, die sind wie der fruchtbare Boden, auf den die Saat fällt: Sie hören Gottes Botschaft und nehmen sie mit aufrichtigem und bereitwilligem Herzen an. Sie halten treu daran fest, lassen sich durch nichts beirren und bringen schließlich reiche Frucht.«

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Aus welchem Holz bist du geschnitzt? Oder müsste es für heute eher heißen: Welcher Bodentyp bist du? Gerne ordnen wir uns beim letzten Bodentyp ein, oder? Immerhin liest du doch regelmäßig deine Bibel, bist jetzt schon seit Jahren mit Jesus unterwegs, besuchst die Gottesdienste ... Also musst du doch der gute Boden sein, der Gottes Wort gut aufnimmt und große Frucht bringt, oder?

Ich glaube allerdings, dass dieses Gleichnis von Jesus etwas anders zu verstehen ist: Jede und jeder von uns kann zeitgleich verschiedenen Bodentypen entsprechen. Vielleicht fällt es dir tatsächlich leicht, beim Thema Finanzen der gute Boden zu sein: Du gehst weise mit deinem Geld um und gibst den Zehnten an deine Kirche. Doch was ist mit dem Thema Sexualität? Auf welchen Boden fallen die Worte Gottes dabei in deinem Herzen? Vielleicht doch eher auf den felsigen? Neben ganz unterschiedlichen Bereichen in unserem Leben gibt es auch ganz unterschiedliche Phasen. Es ist kein Geheimnis, dass insbesondere in Zeiten der Trauer und des Zweifels deine Aufnahmefähigkeit und dein Glauben Gott gegenüber sehr getrübt sein können. Und dann, in einer anderen Phase deines Lebens, feierst du Gott gefühlt pausenlos und glaubst jedes Wort der Bibel.

Was können wir also aus diesem Gleichnis lernen? Wir alle brauchen Gnade. Wir alle brauchen jederzeit Jesus Christus, der uns helfen will, dieser gute und aufnahmefähige Boden für Gottes Wort zu sein. Das kann niemand aus sich selbst heraus bewirken!