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Impuls

Wenn Wunder wahr werden

Jan Hoyervon Jan Hoyer
Glaubensleben

Apostelgeschichte

Kapitel 12, Vers 13–​19

Die Freude der anderen

13Petrus klopfte an die Haustür. Da kam eine Dienerin, die Rhode hieß, und wollte hören, wer da war. 14Sie erkannte Petrus sofort an der Stimme, vergaß aber vor lauter Freude, die Tür zu öffnen und lief ins Haus zurück. »Petrus steht draußen vor der Tür!«, rief sie. 15»Bist du verrückt?«, fragten die anderen. Aber sie blieb bei ihrer Behauptung. Da vermuteten sie: »Es muss wohl sein Engel sein!« 16Petrus hörte nicht auf, an die Tür zu klopfen. Als sie ihm endlich öffneten und Petrus erkannten, gerieten sie vor Freude außer sich. 17Mit einer Handbewegung brachte er sie zur Ruhe, und dann berichtete er, wie ihn der Herr aus dem Gefängnis befreit hatte. »Sagt das auch Jakobus und den anderen«, bat er zum Schluss. Dann trennten sie sich, und Petrus verließ Jerusalem, um sich in Sicherheit zu bringen. 18Am nächsten Morgen entdeckten die Soldaten voller Entsetzen, dass Petrus nicht mehr da war. Sie konnten es sich einfach nicht erklären. 19Als Herodes den Gefangenen vorführen lassen wollte, er aber nirgendwo zu finden war, ließ der König die Wachen verhören und hinrichten. Anschließend verließ Herodes Jerusalem und blieb längere Zeit in Cäsarea.

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Was wäre deine Reaktion, wenn das Wunder, für das du schon so lang gebetet hast, tatsächlich wahr würde? Wenn dein Freund errettet würde, deine Mutter geheilt würde oder du überraschenderweise mit Finanzen gesegnet würdest.

Ich liebe unsere heutige Geschichte, weil sie genau diese Überraschung beschreibt, die wir erleben, wenn unser Gebet tatsächlich erhört wird.

Petrus war im Gefängnis gewesen und die Gemeinde betete für seine Befreiung (vgl. Apg 12:5). Engel befreiten Petrus und er klopfte an die Tür des Hauses, wo die Gemeinde genau in diesem Moment für ihn betete. Die Frau, die an die Tür kam, vergaß vor lauter Freude aber, Petrus die Tür zu öffnen. (Das waren wahrscheinlich die längsten 5 Minuten für Petrus.)

Ich finde ihre Reaktion aber so echt. Sie war so überrascht, dass ihre Gebete tatsächlich erhört wurden, dass sie das Wichtigste glatt vergaß. Die anderen im Haus konnten es zunächst auch nicht glauben.

Ich glaube, was diese Geschichte auf fast witzige Weise zeigt, ist, dass wir manchmal an etwas glauben können und doch gleichzeitig nicht wirklich vertrauen, dass es im gleichen Moment auch eintreffen kann. Die Gemeinde im Haus hatte zuerst mehr Glauben dafür, dass ein Engel und nicht Petrus vor der Tür steht (vgl. Apg 12:15)!

Ich glaube, Gott will uns herausfordern, dass wir mehr Glauben für solche "gefährlichen" Gebete haben. Denn er liebt es, sie zu beantworten (und uns zu überraschen)!